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Als die Zombies die Welt auffraßen

Frissen, Jerry; Davis, Guy

Rezension von Arielen

Seit vielen Jahren sind Zombies aus der Horror-Literatur nicht mehr weg zu denken. Vor allem wenn es schmutzig und dreckig wird, Blut spritzen und Gedärme aus dem Körper quellen sollen, kommen sie zum Einsatz. Mit ihnen verbindet man vor allem bösartige und brutale Filme, Geschichten und Werke. Sie sind nicht kultiviert und wählerisch sondern eine Flut von Proleten, die nur ihre niedrigsten Bedürfnisse erfüllt sehen wollen. Und manchmal sind sie den lebenden Menschen in ihren Wünschen gar nicht so unähnlich.

Genau dieses Thema stellen Guy Davis und Jerry Frissen in ihrem Comic „Als die Zombies die Welt auffrassen“ in den Mittelpunkt. Im Jahr 2064 ist die Welt nicht mehr so wie sie einmal wahr. Überall steigen die Toten aus ihren Gräbern. Die Toten zieht es an die Orte zurück und zu den Menschen, mit denen sie einmal glücklich waren. Und sie sind erstaunlicherweise mit nur wenig zufrieden – es hungert sie nicht einmal nach dem Gehirn der Lebenden. Letztere sind allerdings weniger glücklich über die Umstände, die ihnen die wandelnden Toten bereiten und versuchen sie sich von Hals zu schaffen.
So beschließt die Regierung schließlich ein Gesetz zum Schutz der Zombies. Es ist von nun an verboten, ihnen zu schaden, so lange sie sich friedlich verhalten.
Und so müssen diejenigen, denen der Geruch nach totem Mensch dann doch zu viel wird, die es stört, dass Körperteile herumliegen oder der Zombie sogar das Eheleben behindert, anders tätig werden. Ihnen kommen die Zombiejäger zur Hilfe.
Auch wenn ihr Treiben illegal ist und sie immer wieder damit rechnen müssen, aufzufliegen, so lässt sich doch mit diesem neuen Job sehr viel Geld verdienen. Das wissen auch Karl und Maggie Neard, die immer dann zur Stelle sind, wenn man sie ruft.
So entfernen sie den Schwiegervater eines Auftraggebers aus der Wohnung, nur um zu erfahren, dass der Mann trotzdem nicht frei von Zombies ist, da seine Frau durch den Schock überraschend verschieden ist.
Für einen anderen Klienten beschaffen sie die Leiche eines illustren Stummfilmstars, und schließlich gibt es auch Probleme in der eigenen Familie, die nicht zuletzt mit den Lebenden Toten zusammen hängen.

Dient die erste Geschichte noch als Einführung in das Setting und Thema, so legen die Künstler in den weiteren – lose durch die Helden verbundenen - Geschichten, erst richtig los. Da wird geflucht und gemetzelt, Gossensprache setzt ein, und die Zombies beginnen ihr wahres Gesicht zu zeigen. Das alles wird nicht gerade zimperlich dargestellt, denn Jäger wie auch Zombies zeigen keine Skrupel, wenn es darum geht, den anderen zu beseitigen Und als sie auf den Geschmack kommen – denn auch wenn sie langsam denken, bekommen sie noch genug mit – gibt es kein Halten mehr für die lebenden Leichen.
Die Story wartet mit grotesken und skurrilen Ideen auf – so warten die Massen in Jerusalem auch auf die Wiederauferstehung Christi, während sich ein untoter George W. Bush Beleidigungen über seine Regierungszeit anhören darf.
Der Humor ist derb und böse, aber auf Dauer auch sehr ermüdend. Deshalb wissen vor allem die beiden ersten Geschichten zu überzeugen, in denen das Szenario noch frisch und ungewöhnlich ist. Danach lassen die Geschichten etwas nach und werden immer blutiger, sinnfrei brutaler und manchmal sogar regelrecht geschmacklos – das Splatter-Genre lässt grüßen. Dennoch hat man bei allem das Gefühl, die Geschehnisse nicht all zu ernst nehmen zu dürfen.
Die Aufmachung des DIN A4-Hardcovers ist sehr edel. Er ist durchgehend vierfarbig illustriert, wenngleich die Farben gedeckt und dunkel gehalten sind. Der Zeichenstil ist sehr eigenwillig vertieft aber die bereits durch die Handlung entstandene Atmosphäre, denn die Figuren wirken genau so derb wie sie sich benehmen.

Das macht „Als die Zombies die Welt auffrassen“ vor allem für Fans von Zombies und zynisch-bösen bis schrägen Geschichten interessant, die nicht all zu hohe Ansprüche an ihre Lektüre haben und sich eigentlich nur amüsieren wollten. Das Genre wird gelungen, wenn auch ein wenig unter der Gürtellinie persifliert.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Bluttriefend)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Frissen, Jerry

Verlag:

Cross Cult, Asperg

Erschienen:

Feb. 2008

Kritiker:

Arielen

ISBN:

3-936-48088-5

ISBN(13):

978-3-9364-808-7

EAN:

9783936480887

Typ:

Hardcover

 

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