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Far Cry - Götterdämmerung

Bathey, Michael

Rezension von Cronn

Im Jahr 2004 erschien ein Ego-Shooter aus Deutschland, der weltweit für Aufsehen sorgte: „Far Cry“. Was das Entwicklerteam aus dem fränkischen Coburg auf die Beine stellte, war geradezu atemberaubend: Eine frei begehbare Inselwelt mit fantastischer Grafikpracht, ein intelligentes Verhalten der Gegner und ein nicht-lineares Gameplay.
Noch heute spielt sich „Far Cry“ so, als sei es frisch aus der CD-Pressanlage. Die Jahre merkt man dem Grafikgerüst nur wenig an und das Leveldesign ist bislang im Genre unerreicht und dementsprechend als herausragend zu nennen.
Nun, vier Jahre später, verlegt Panini den Roman zum Spiel, der von Michael Bathy geschrieben wurde. Der Autor ist kein Unbekannter im Genre, war er doch als einer der beiden Lead Game Designer maßgeblich an der Entwicklung von „Sacred“, dem Action-Rollenspiel von Ascaron, beteiligt.

Inhalt:
Jack Carver ist Golfkriegsveteran und ein kaltblütiger Killer der CIA, bis sein Leben aus der Bahn geworfen wird. Jetzt ist er ausgestiegen und will nur noch seine Ruhe in der Südsee genießen, gelegentlich als Charterskipper reiche Touristen durch das Südsee- Paradies shippern, Whisky trinken und vollbusige Strandschönheiten beobachten. Doch als ihn die Journalistin Valerie für eine Bootstour zu einer abgelegenen Inselgruppe Mikronesiens anheuert, wird er wieder mit den Schatten seiner Vergangenheit konfrontiert: Brutale Söldner im Dienste eines wahnsinnigen Genforschers namens Viktor Krieger machen Jagd auf den einstigen Jäger. Doch Jack Carver ist alles andere als eine einfache Beute. Um sich und das Mädchen zu retten und um die größenwahnsinnigen Pläne Dr. Kriegers zu durchkreuzen, stellt er sich der Bestie, die in ihm selbst schlummert.

Kritik:
Michael Bathy hat das Ego-Shootergame „Far Cry“ regelrecht studiert, muss man folgern, wenn man seinen Roman „Götterdämmerung“ liest. Ganze Textpassagen wurden übernommen, dazu folgt der Roman in seiner Handlungsstruktur recht genau dem Aufbau des PC-Games. Dies geht so weit, dass sogar die Levelnamen aus der PC-Originalvorlage als Kapitelüberschriften im Roman wieder auftauchen. Das ist durchaus als Ehrbezeigung vor dem PC-Spiel zu verstehen.
Daneben erfindet Michael Bathy aber eine Hintergrundgeschichte für Jack Carver, die so im PC-Game nicht deutlich wird. Sie verleiht dem Charakter etwas an Tiefe und bietet den interessanten Ansatz, dass in Jack Carver ein instinktgeleitetes Wesen schlummert, eine Art psychischer Dämon, was zu Elementen des ausschließlich auf Konsolen erschienenen Spiels „Far Cry – Instincts“ eine Brücke bauen könnte.
Der Roman „Far Cry – Götterdämmerung“ ist über weite Strecken als Beschreibung von Gunfights zu sehen. Dies mag anfangs noch interessant sein, auch und gerade wegen der sprachlich gelungenen Umsetzung derselben, flacht aber zusehends im Verlauf des Romans ab, wird - wie das Töten des Söldners für ihn - zu Fließbandarbeit.
Zum Glück bringen die eingestreuten Erinnerungsfetzen von Jack Carver etwas Abwechslung hinein, können aber das Ruder nicht vollends herumreißen. Kurz vor Ende jedoch gelingt es dem Autor mit der Einführung eines weiteren Charakters, einem Trigen-Antagonisten, etwas Fahrt zu gewinnen und die reine Beschreibung von Kampfszenen aufzuweiten.
Was allerdings an den Kampfszenen missfällt, sind die doch deutlich menschenverachtenden Züge. Hier wird unheldenhaftes Verhalten von Jack Carver beschrieben und relativ unkommentiert hingestellt. So schießt er mehrfach Söldnern brutal ins Gesicht, was als Verhalten für einen positiv gesetzten Helden in einem Roman nicht akzeptabel ist, der ja Identifikationsfigur des Lesers ist.

Fazit:
„Far Cry – Götterdämmerung“ ist ein Roman für alle Fans des PC-Spiels. Sie werden sich sofort an die Zeiten erinnern, als sie das Spiel zum ersten Mal durchgezockt haben. Über weite Strecken liest sich der Roman actionlastig und flüssig, wird aber zusehends routiniert darin, ohne viel Neues zu bringen.
Wer Spaß an literarischer Action für Erwachsene hat und sich gerne an „Far Cry“ zurückerinnert, der mag zugreifen. Alle anderen greifen lieber zum PC-Spiel, das mehr Interaktivität bietet.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Bluttriefend)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Bathey, Michael

Verlag:

Panini Books

Erschienen:

Jan. 1960

Kritiker:

Cronn

ISBN:

3-833-21568-2

ISBN(13):

978-3-8332-156-1

EAN:

9783833215681

Typ:

Taschenbuch

 

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