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Flucht zum Mars

Franke, Herbert W.

Rezension von Jim Melzig

„Fort Boyard“ auf dem Mars. Da brechen ein paar abenteuerlustige junge Leute auf, auf dem Mars einen sagenhaften Schatz der Chinesen zu heben. Zunächst ist der leichtsinnig und etwas naiv im Marsmobil umherfahrenden Gruppe ja noch das Glück hold. So nutzt Franke diese recht langweilige Reise, den Hintergrund der ganzen Aktion aufzurollen und die Charaktere zu definieren. Als die Truppe dann aber auf eine Mine fährt, von biomechanischen Wesen zerpflückt wird und offensichtlich ein Saboteur unter ihnen weilt, ist Schluss mit beschaulichen Gruppenkonflikten. Denn zu Fuß hunderte Kilometer durch die Ödnis des Mars und dazu begrenzte Vorräte versprechen keine hohe Lebenserwartung.

Des Altmeisters neuer Roman ist erschreckend schlecht. Abgesehen von der völlig unplausiblen Geschichte, gespickt mit konstruierten Zwischenfällen und teilweise etwas konfuser Darstellung, sind es die hölzernen Charaktere, die den Roman in den Abgrund ziehen. Abstrakt, unpersönlich, geradezu glatt erscheinen sie dem Leser, bieten keinerlei Reize sich mit dem einen oder anderen zu identifizieren oder ihn wenigstens zu verachten, bemitleiden oder überhaupt nur ein Gefühl zu wecken. Dazu verliert sich der Autor in Nebensächlichkeiten, schildert umständlich belanglose Szenen und kann weder mit den Gruppenkonflikten noch mit einem authentisch wirkenden Bild der Marslandschaft überzeugen.
Frankes große Stärke, ausgefeilte Gedanken über Mensch-Maschinen-Konflikte, scharfsinnige Kreationen plausibler Dystopien findet diesmal keinen Wirkungsraum. Zwar knüpft der Autor mit der Kategorisierung seiner Hauptpersonen an „Ypsilon Minus“ an und entwickelt mit dem „Barbie-Brain“ einen äußerst ansprechenden Aspekt einer Gesellschaft, die unter totaler elektronischer Kontrolle steht, bagatellisiert dieses „goldene Zeitalter“ aber gleich darauf zur Randerscheinung.
So steht das einzig wirklich Interessante in diesem Roman auf so wenigen Seiten, dass sich der Aufwand alles zu lesen nicht lohnt.

Datenbank:0.0012 Webservice:0.1088 Querverweise:0.0061 Infos:0.0006 Verlag,Serie:0.0010 Cover:0.0000 Meinungen:0.0008 Rezi:0.0001 Kompett:0.1190

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mies)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Langweilig)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Franke, Herbert W.

Verlag:

dtv

Erschienen:

Jan. 2007

Kritiker:

Jim Melzig

Typ:

Taschenbuch

 

Herbert W. Franke

 

Geborene wurde Herbert W. Franke im Jahr 1927 in Wien, Österreich. 1945-1951 studierte er an der Universität von Wien die Fächer Physik, Mathematik und Philosophie. Nach seinem Umzug nach Deutschland arbeitete er fünf Jahre in der Industrie, später als freier Mitarbeiter [mehr]

 

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