 | Spiegel der Gedanken Rezension von Jim Melzig Mit 65 Kurzgeschichten entzündet Franke ein wahres Feuerwerk der Phantasie. Meist nur wenige Seiten lang, immer mit ein paar kurzen einleitenden Sätzen vorgestellt, spiegeln die Geschichten Frankes Gedanken an die Zukunft wieder, in der er zum wichtigsten Thema die Mensch-Maschine-Beziehung auserkoren hat. Da konfrontiert sich der Mensch mit seinen eigenen Schöpfungen, steht ihnen bald ratlos, bald hilflos gegenüber, wird aber in bestimmten Momenten, die Franke aus scheinbaren Standardsituationen herauskitzelt, immer überfordert. Auch wenn er glaubt, sein Metier zu beherrschen, mithalten kann er nicht, der Mensch, kennt nicht die Konsequenzen seines eigenen Treibens. Verharrt im Descart´schen Denken ist seine Evolution von der technischen überholt worden und überrumpelt und verwundert schaut er dem, was er angerichtet hat hinterher: „Aber ich denke doch“, schrie ich, „-ich denke, folglich bin ich!“ „Genau das bezweifle ich“, sagte der Computer. Frankes Geschichten sind kurzweilig, lehrreich und das sei nur so nebenbei bemerkt, eignen sie sich wirklich hervorragend für Textanalysen, nicht zuletzt deshalb, weil der Autor den Geschichten, die ihnen zugrunde liegenden Gedanken voranstellt. Datenbank:0.0011 Webservice:0.1558 Querverweise:0.5255 Infos:0.0012 Verlag,Serie:0.0867 Cover:0.0006 Meinungen:0.0020 Rezi:0.0003 Kompett:0.7736 |  |