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Okami

Capcom; Clover Studios

Rezension von Satane Hartchor
Aus der Reihe "Okami"

Wie wär’s mit einem schönen Siegesgeheul?

Wenn schon nicht für die Clover-Studios, die im März 2007 ihre Auflösung finden, dann doch zumindest für ihren vorletzten für die Playtation 2 produzierten Titel „Ôkami“. Nach den diversen „Viewtiful Joe“-Teilen und vor „God Hand“ im April 2006 in Japan erschienen, zog dieses Adventure schon im Vorfeld wegen des Artworks große Aufmerksamkeit auf sich, und dass es sich hierbei nicht nur um Augenwischerei handelt, zeigt sich bereits nach den ersten Spielminuten.

Das Dorf Kamiki, malerischer Ort im Lande Nippon, leidet unter der Gewalt des achtköpfigen Monsters Orochi, welches im Tausch für den Frieden alljährlich das Leben einer Jungfrau verlangt, ein Opfer, das die Dorfbewohner notgedrungen darbringen. Als aber die Wahl des Lindwurms auf schöne Nami fällt, greift ihr Verehrer Nagi zu den Waffen und stellt sich zum Kampf; allerdings nicht allein, denn sein Mut ruft eine ungewöhnliche Verbündete auf den Plan: Eine weiße Wölfin, von göttlichen Kräften geschützt, kämpft an seiner Seite, bis der Unterdrücker vernichtet und Kamiki befreit ist.
Hundert Jahre später, der Sieg ist längst zu einem lokalen Mythos geworden, wird die Macht Orochis erneut entfesselt und geißelt das ganze Land - Zeit für die Wiedergeburt eines Helden!

Und eben jenen verkörpert der Spieler in Gestalt einer von der Sonnengöttin Amaterasu beseelten Wölfin, um die Welt vom Bösen zu befreien, den geplagten Menschen ihren Frieden und der zerstörten Natur ihre Schönheit zurückzugeben. Dabei beschränkt sich das Spielprinzip nicht auf Kämpfe gegen die dämonischen Gegner, sondern legt den Schwerpunkt auf Handlung, Interaktion mit den reizvollen Charakteren und die Erfüllung von Missionen in einer abwechslungsreichen Welt. So kann man nicht nur verschiedene „göttlichen Instrumente“ - bis zu fünfzehn schön gestaltete Nah- und Fernkampfwaffen, welche über dem Rücken der Wölfin schweben - für den Kampf gegen die Dämonen erlangen, sondern erlernt während der Reise durch Nippon auch die „göttlichen Pinseltechniken“: In einem alternativen Steuerungsmodus kann mit dem Analogstick ein Tuschepinsel geschwungen und in die Szenerie eingegriffen werden; so räumt man mit einem kräftigen Pinselstrich Hindernisse aus dem Weg, bringt verdorrte Bäume zum Blühen oder manipuliert den Tag, die Nacht und die Elemente. Dieser innovative Spielmechanismus bereichert Ôkami um einen kreativen Aspekt, welcher nicht nur elementar für das Lösen handlungsrelevanter Aufgaben ist, sondern auch im Kampf eingesetzt werden kann.

Was nach einem kuriosen Konzept klingt, enthüllt sich während des Spielens tatsächlich als in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich und vor allem grafisch wird dem verwöhnten Auge gänzlich Neues geboten. Der an Sumi-e (eine Form der Tuschemalerei) und Ukiyo-e (japanische Farbholzschnitte) angelehnte Stil fesselt vom ersten Augenblick das ganze Spiel hindurch, und schafft mit stilisierten, harmonischen Landschaftskulissen einerseits und einer ausdrucksstarken Dynamik andererseits eine einzigartige Atmosphäre. Das anziehende Charakterdesign, insbesondere das der Wölfin, verleiht den Figuren einen ganz eigenen Charme, und trotz der reduzierten Gestaltung wird ein verständliches und oft lustiges Mimenspiel erreicht, nicht zuletzt der mangaesken Effekte wegen.
Sound- und Musikuntermalung müssen hinter der atemberaubenden Optik zwangsläufig zurücktreten, unterstützen die Szenerie jedoch einwandfrei stimmungsvoll und unaufdringlich. Gewöhnungsbedürftig ist lediglich die Sprachausgabe, die aus deutsch, englisch oder französisch untertiteltem Phantasiegebrabbel besteht, jedoch immerhin stimmig auf den jeweiligen Charakter zugeschnitten ist. Rechtschreibfehler in den Untertiteln treten selten und eher gegen Ende des Spiels auf, und Übersetzungsunstimmigkeiten beschränken sich im Wesentlichen auf Eigennamen - so heißen beispielsweise Nami und Nagi im Original Izanami und Izanagi, entsprechend zweier Gottheiten aus der Schöpfungserzählung des Shintô.
Diese Anlehnung an die japanische Mythologie bleibt dabei nicht die einzige; diverse Helden aus Legenden, Märchen oder gar der Historie bekommen in Ôkami einen Gastauftritt, wie beispielsweise die Satomi Hundekrieger, Prinzessin Kaguya und sogar, wenn auch inkognito, Minamoto Yoshitsune. Auch die dämonischen Gegner sind von östlichen Sagen inspiriert, die Pinselgötter dem chinesischen Tierkreis entlehnt, und Amaterasus Waffen - Spiegelschilde, Gebetsperlenketten und Schwerter - spielen auf die Reichsinsignien des japanischen Kaiserhauses an. Daneben sind diverse weitere, oft parodistische Anspielungen eingebaut (inklusive einer amüsante Form des Produktplacements), was den herrlichen Humor des Spiels bereichert, selbst in den späteren düstereren Kapiteln.

Die Steuerung ist dank zweier perspektivischer Winkel und frei schwenkbarer Kamera solide und frustfrei, Standardaktionen und Kombinationen sind simpel, und weniger intuitive Elemente wie der Pinselmodus werden leicht nachvollziehbar erklärt. Diese Tutorien ähnliche Lektionen sind spaßig in die Handlung integriert, indem die vorlaute Laus Issun, selbsternannter Mentor Amaterasus, dem „trotteligen Fellknäuel“ Nachhilfeunterricht angedeihen lässt. Da sich die Pinseltechniken auf einfache Formen wie Striche und Kreise beschränken, kommt es beim Malen weniger auf eine künstlerisch wertvolle Ausführung, als auf den einfallsreichen Einsatz an. Issuns Anweisungen aber einmal nicht auf Anhieb korrekt zu folgen und eine Schimpftirade über sich ergehen zu lassen, kann in diesem Zusammenhang sehr amüsant sein.
Im „Ernstfall“ dagegen verdienen Aktionen, je geschickter sie ausgeführt sind, umso höhere Belohnung - in „Yen“, der geläufigen Währung, für die Items erworben werden können, oder in „Glück“, dem Maß für Erfahrung, resultierend aus den Huldigungen der Wesen, die durch Amaterasus Wirken ihren Glauben an die Götter zurückgewinnen.

Allgemein ist der Schwierigkeitsgrad sehr leicht und dürfte erfahreneren Spielern auch gegen Ende wenig Herausforderndes bieten, was dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch tut; vielmehr ist das Ambiente so reizvoll und die Präsentation so ansprechend, dass man von einer Aufgabe zur nächsten spurtet und schnell mehr Zeit mit Ôkami verbringt, als geplant. Selbst wenn man sich auf die Hauptquest beschränkt, liegt die Spieldauer inklusive zahlreicher Zwischensequenzen bei dreißig Stunden; widmet man sich jedem Minigame, um alle Boni freizuspielen, kann man bis zur doppelten Zeit veranschlagen.
Dass man bei diesem Umfang weder die Orientierung noch den Anreiz verliert, liegt neben Optik und Handlung auch an der benutzerfreundlich Handhabung, wie häufigen Speicherpunkten, Teleportmöglichkeiten von einem Bereich in einen anderen und der schnell verfügbaren Karte, die semitransparent über dem Bildschirm eingeblendet werden kann. Außerdem werden alle relevanten Informationen in einem übersichtlichen Menü festgehalten, von einfachen Missionsbeschreibungen über detaillierte Infos zu verschiedenen Steuerungsfunktionen bis zu Listen der angetroffenen Gegner inklusive spezifischer Kampftipps, was das Gameplay zusätzlich erleichtert.

Ôkami ist ein uneingeschränkt empfehlenswertes Adventuregame mit genreübergreifenden Elementen, welches für jüngere Spieler geeignet ist ohne älteren langweilig zu werden. Unabhängig vom Erfahrungsgrad bietet dieser Titel entspannende und über die gesamte Spieldauer hinweg fesselnde Unterhaltung und besticht durch einzigartige und wunderschöne Gestaltung.

USK Einstufung: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG


Screenshots:
Okami (Sony PS 2)

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Schwierigkeit:

(Leicht)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Jugendfrei)

Grafik:

(Extrem gut)

Sound:

(Extrem gut)

Spieltiefe:

(Mittel)

Steuerung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Japan (mit Fantasyelementen)

Serie:

Okami

Autor:

Capcom

Verlag:

Capcom

Erschienen:

Feb. 2007

Kritiker:

Satane Hartchor

Typ:

Computerspiel

 

Capcom

 

Capcom wurde 1979 in Japan als Hersteller und Vertrieb für Spielkonsolen gegründet. Als Softwareproduzent, Hardwarehersteller und Vertrieb unterhält Capcom Büros in Tokyo und Osaka, Japan; Sunnyvale, Kalifornien (1985); London, England; und Hong Kong, China [mehr]

 

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