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Als Jacques de Molay brannte

Hurdes, Robyn

Rezension von Norma Banzi

Eine Variation des Themas Tempelritter und der Gier nach dem heiligen Gral

Der mäßig erfolgreiche Musicalnebendarsteller Algernon ist verliebt in den Hauptdarsteller K. Beide pflegen während eines Engagements in Wien eine leidenschaftliche, wenn auch unverbindliche Affäre miteinander. Alles läuft soweit zufriedenstellend für Algernon, bis der mysteriöse Clement in sein Leben tritt und behauptet, ein Tempelritter aus dem Jahre 1314 zu sein und in Algernon die Wiedergeburt seines lange verloren geglaubten Freundes Armand zu erkennen.

ALS JACQUES DE MOLAY BRANNTE ist eine Variation des Themas Tempelritter und der Gier nach dem heiligen Gral.

Das erste Drittel des Buches, in dem die Beziehung von Algernon und K. entwickelt wird, fand ich sehr gut, packend und spannend, in Sprache und Stil überzeugend. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der mysteriöse Clement seine Schatten vorauswirft. Das Buch ist ab dieser Stelle irgendwie eine Mischung aus Highlander (die Serie) und Tempelritterdrama nebst geheimnisvoller, im Dunklen agierender, skrupelloser Gegner, nicht uninteressant, aber auch nicht punktgenau zusammengefügt.

In Rückblenden ins Mittelalter wird die Geschichte der Freundschaft zwischen Clement und Armand erzählt, die nicht ohne Differenzen bleibt, aber bis zu Armands Tod hält. Die Sprache der Rückblenden hat mir gefallen und war gut der Zeit des Mittelalters nachempfunden.

Je mehr Variationen eines Stoffes bereits existieren, desto schwieriger wird es für den Autor, mit seiner nachfolgenden Arbeit zum selben Thema zu überzeugen. Marion Zimmer Bradley hat das bei der vielbesungenen Merlin-Sage dadurch erreicht, dass sie eine Schwerpunktverlagerung vorgenommen und den Stoff aus Sicht der Frauen erzählt hat.

ALS JACQUES DE MOLAY BRANNTE zeigt ebenfalls Ansätze einer Schwerpunktverlagerung, indem der Autor die Figur des K. mit einer gehörigen Portion nüchternem Realismus ausstattet und immer wieder dazwischen funken lässt. Auch Algernon ist alles andere begeistert über das unliebsame Erscheinen Clements und lässt sich von ihm nicht einspannen. Clement ist nicht der übermächtige Held, sondern eher ein in der Gegenwart gestrandeter Unsterblicher, der noch nicht gemerkt hat, dass sein ´Mission´ schon längst überkommen ist.

Einige Figuren des Romans, so beispielsweise auch die Hauptfigur K., haben keine Namen, sondern nur Kürzel. Weshalb dies so ist, wird nicht erklärt und ergibt sich auch nicht aus dem Zusammenhang. Das ist nicht spannend oder faszinierend, sondern einfach nur irritierend.

Datenbank:0.0017 Webservice:0.0875 Querverweise:0.0041 Infos:0.0003 Verlag,Serie:0.0007 Cover:0.0000 Meinungen:0.0004 Rezi:0.0001 Kompett:0.0950

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Zeit:

Gegenwart und Mittelalter

Autor:

Hurdes, Robyn

Verlag:

dead soft, ibbenbüren

Erschienen:

Okt. 2006

Kritiker:

Norma Banzi

ISBN:

3-934-44233-1

ISBN(13):

978-3-9344-423-7

EAN:

9783934442337

Typ:

Taschenbuch

 

Robyn Hurdes

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