 | 2033 - Tod im Türkisozean Findig, AndreasRezension von Michael Berg Aus der Reihe "Perry Rhodan" Das PR-Universum ist voll von exotischen Welten mit ihren Bewohnern, ihrer Vegetaiton und ihren Geheimnissen. Doch durch straffe Handlungsfortführung erfahren wir Leser selten von diesen Welten. Es gibt auch nur wenige Autoren, die sich daranwagen, eine solche Welt im Detail zu erschaffen. Andreas Findig ist einer davon... Jamaske ist Fischerin. Sie führt ein trauriges Leben: In den Nächten träumt sie von ihrem Traummann, sie glaubt jedoch, dass er in Wirklichkeit nicht existiere. Im Laufe der Nächte bilden sich in den Schlafmuscheln Perlen, die nach gewisser Zeit an den Muschelmeister abgegeben werden müssen. Jamaske weigert sich, diese Perle abzugeben, so dass der Muschelmeister Latruiz, einen Paumyr-Sprecher schickt, um die Perle abzuholen. Latruiz ist der Mann aus Jamaskes Träumen. In der letzten Zeit war der Fischfang dürftig. Jamaske schafft es, die Mannschaft ihres Bootes davon zu überzeugen, durch ein gefährliches Meerstück zu fahren, dahinter lebten nämlich große Fischstämme. Die Fahrt gelingt, die Fischer entschließen sich dazu, zu versuchen, Luxusfische zu fangen. Sie fahren mit einem Jahrhundertfang nach Hause. Doch das Schiff sinkt in einem Sturm, Jamaske stirbt und wird als Pflanzerin wiedergeboren. Jamaske ist eine sehr geschickte Pflanzerin. Ihre Aufgaben erledigt sie so schnell, dass sie viel Zeit für Erkundungsspaziergänge hat. So trifft sie Latruiz wieder, sie verlieben sich und treffen sich oft heimlich. Liebe zwischen Pflanzern und Paumyr-Sprechern ist verboten, die beiden werden eines Tages vom Großpflanzer erwischt. Jamaske ist daraufhin geächtet und gehört zu denjenigen, die in einem gefährlichen Tauchgang die Wurzeln der Insel Paumyr stutzen müssen. Sie wird von einem Raubfisch getötet und wacht als Paumyr-Sprecherin wieder auf. Der Hohe Horcher stellt ihr Latruiz als Lehrer zur Verfügung, sie lieben sich wieder, aber Latruiz wirkt sehr traurig, sehr schwermütig. Eines Tages platzt aus ihm heraus, dass er gemerkt hat, dass alle Rautak nur Paumyrs Traumfiguren sind. Jamaske ist entsetzt, aber sie versucht weiterhin, in ihrem Leben einen Sinn zu sehen. Jamaske beobachtet immer wieder, dass sich Körperteile mancher Sprecher auflösen und wieder erscheinen. Als der Hohe Horcher verschwindet, laufen Jamaske und Latruiz zum Herz von Paumyr. Paumyr hat erfahren, dass ein goldenes hantelförmiges Schiff Kurs auf Auroch-Maxo 55 nimmt und sendet Jamaske als Botin dorthin. Sie soll das Schiff zum Planeten lotsen. Strenggenommen gehört der Roman nicht zur Rhodan-Serie, denn es ist ein Fantasy-Roman, der beinahe ohne SF-Elemente auskommt (die wenigen Raumschiffsichtungen am Himmel). Andere mögen in dem Roman einen Füllroman sehen, denn die Handlung kommt auch ohne die Lebensgeschichte von Jamaske aus. Schriftstellerisch kann Findigs neuer Roman jedoch voll überzeugen. Mit seinem reichhaltigen Wortschatz und seinem lebendigen Schreibstil schafft er es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, er erschafft eine Welt, die sich der Leser richtig vorstellen kann, mit ihrer Flora und Fauna, in ihrer ganzen Schönheit Datenbank:0.0004 Webservice:0.1014 Querverweise:0.0044 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0006 Cover:0.0005 Meinungen:0.0016 Rezi:0.0003 Kompett:0.1109 |  |