| |  | Die Leben des Lazarus Long Rezension von sgo Im Jahr 4272 berichtet der älteste noch lebende Mensch Lazarus Long dem obersten Archivar des Planeten Secundus aus seinem langen und mehr oder minder abenteuerlichem Leben. Er wurde 1912 auf der Erde geboren und hat durch eine Kombination aus guten Genen, Glück und Verjüngungstechniken Jahrtausende überlebt. Lazarus ist Teil eines gewagten Experimentes zur Steigerung der Lebensdauer: im sogenannten Howard-Programm werden Menschen mit hoher Lebenserwartung miteinander verheiratet. Da auch die Lebensdauer genetisch bedingt ist entsteht so nach mehreren Generationen eine Bevölkerungsschicht von Leuten mit deutlich verlängerter Lebenserwartung. Gerade Dies bringt die Howards aber schließlich in Lebensgefahr, denn die normale Bevölkerung neidet ihnen diese genetische Besonderheit und entwickelt einen ungesunden Hass auf sie. Um Pogromen zu entgehen stehlen die Howards im 21. Jahrhundert unter Führung von Lazarus Long ein Generationenraumschiff und siedeln sich auf Secundus an. In den folgenden 2000 Jahren lässt sich Long immer wieder verjüngen und ist praktisch unsterblich. Er sieht sich im All um, arbeitet als Entdecker, Kolonist, Priester oder Glücksspieler und hinterlässt dank eines ungezügelten sexuellen Hungers zahllose Nachkommen. Aber langsam wird er seines Lebens überdrüssig, denn er hat so viel erlebt das er sich zu langweilen beginnt. Ohne eine neue Herausforderung will er sich das Leben nehmen. Seine Verwandtschaft sucht eine Möglichkeit, den legendären Senior am Leben zu halten und bietet ihm tatsächlich etwas Neues: eine Zeitreise zurück in das zwanzigste Jahrhundert...
Heinleins Buch lässt mich bei der Bewertung ehrlich gesagt etwas ratlos zurück: das Konzept des Buches mit der Howard-Stiftung finde ich durchaus faszinierend und bietet sicherlich einen guten SF-Stoff. Leider kann es der alte (wortwörtlich) Reaktionär Heinlein nicht lassen in diesem Buch seine recht fragwürdigen politischen Ansichten zu verbreiten. Dass dabei weite Teile der Kolonisationshandlung wie ein Hohelied auf den mutigen amerikanischen Pioniergeist klingen, lässt sich ja noch aushalten; dies gilt leider nicht für die konservativsten und inakzeptabelsten Aussagen, welche ich seit Jahren gehört habe. Es mag ein wenig problematisch sein, die Aussagen einer Romanfigur als Meinung dem Autor anzurechnen, aber Heinlein lässt Lazarus Long unwidersprochen einen derartigen Stuss verbreiten das selbst Mitglieder der „Jungen Union“ schamrot würden. Kostproben gefällig? - Demokratie kann nicht funktionieren und ist eine Herrschaft des Pöbels; Politiker sind sowieso nur Schmarotzer. - Prügel sind eine bewährte Erziehungsmethode und sollten auch bei widerspenstigen Ehefrauen genutzt werden. - Der Mord an Pazifisten sollte nicht bestraft werden. - Die Todesstrafe ist ein wertvolles Instrument der Gerechtigkeit und sollte auch bei Eigentumsdelikten angewandt werden. - Wer sich keine ärztliche Behandlung leisten kann sollte auch nicht ärztlich betreut werden, denn sozial Schwache verschlechtern das menschliche Erbgut. Eine Ausnahme ist nur erlaubt wenn sich diese Menschen sterilisieren lassen.
Dieses dummdreiste Geschwätz eines besserverdienenden Autors und bekennenden Sozial-Darwinisten ist schon ziemlich starker Tobak und verdarb mir jeden Spaß an diesem Buch. Empfehlenswert ist dieses Machwerk wohl allenfalls für Wähler verbotener Parteien. „Blut-und-Boden“-Fans sollten sich allerdings nicht daran stören, dass Heinlein Familienleben mit einem Swingerclub zu verwechseln scheint, in dem nach Herzenslust Blutschande betrieben werden kann. Unbeschwert vögelt Lazarus Long nicht nur mit seinen Schwestern, sondern auch gleich noch mit seiner Mutter herum. Besitzt Heinlein eine progressive Sexualmoral oder ist er einfach nur pervers ? Mein Urteil dazu dürfte klar sein...
Eure Meinungen:
| Ich kann mich sgo nur anschließen. Etwas nervig ist auch, dass Heinlein bewußt lustig sein will und der 70er Jahre Charme nicht so recht rüberkommt. [Andreas] |
| Meiner Meinung nach sind oben aufgeführte "politische Kommentare" genauso wie die oft seltsamen und oft inzestuösen sexuellen Verquickungen in den Werken Heinleins allgemein, ein damals zeitgenössischer Versuch zu provozieren, und die Werbetrommel zu rühren. Nicht umsonst waren viele Bücher Heinleins in der Erstauflage fast um die Hälfte gekürzt. Er hat damit gerechnet, das bestimmte Passagen nicht gedruckt würden, was man dann aber nach seinem Tod doch tat. Man darf das Buch nicht immanent betrachten, sondern muss es als Spiegel seiner Zeit sehen, dann fällt einem vielleicht auch auf, dass es sich um Satire handelt. P.S.: Ich bin eigentlich extrem links, doch wenn ich L.L. wäre, hätte ich vermutlich auch etwas gegen Demokratie. Das Longsche System ist immer noch besser als eine "Demokratie" a la Perry Rhodan. [Heiko] |
| Lieber Sgo: Es handelt sich um ein Buch und nicht um ein Wahlmanifest und lyrisches Ich und Autor kann man auch nicht so ohne weiteres parallel setzen! Lerne das erst auseinanderhalten, bevor du "derartigen Stuss verbreiten das selbst Mitglieder der „Jungen Union“ schamrot würden"- Sprüche ablässt! Du kannst ja deine fragwürdige politische Diffamierung nicht einmal aus einer Rezension rauslassen, aber erwartest von heinlein, ein Buch zu schreiben, das gesellschaftlichen Konventionen konform geht, weil es dem Herrn Sgo anders nicht in den Kragen passt. Toll, mein Junge, echt toll! [Christopher] |
| Meiner Meinung nach sind oben aufgeführte "politische Kommentare" genauso wie die oft seltsamen und oft inzestuösen sexuellen Verquickungen in den Werken Heinleins allgemein, ein damals zeitgenössischer Versuch zu provozieren, und die Werbetrommel zu rühren. Nicht umsonst waren viele Bücher Heinleins in der Erstauflage fast um die Hälfte gekürzt. Er hat damit gerechnet, das bestimmte Passagen nicht gedruckt würden, was man dann aber nach seinem Tod doch tat. Man darf das Buch nicht immanent betrachten, sondern muss es als Spiegel seiner Zeit sehen, dann fällt einem vielleicht auch auf, dass es sich um Satire handelt. P.S.: Ich bin eigentlich extrem links, doch wenn ich L.L. wäre, hätte ich vermutlich auch etwas gegen Demokratie. Das Longsche System ist immer noch besser als eine "Demokratie" a la Perry Rhodan. [Heiko] |
| Meiner Meinung nach sind oben aufgeführte "politische Kommentare" genauso wie die oft seltsamen und oft inzestuösen sexuellen Verquickungen in den Werken Heinleins allgemein, ein damals zeitgenössischer Versuch zu provozieren, und die Werbetrommel zu rühren. Nicht umsonst waren viele Bücher Heinleins in der Erstauflage fast um die Hälfte gekürzt. Er hat damit gerechnet, das bestimmte Passagen nicht gedruckt würden, was man dann aber nach seinem Tod doch tat. Man darf das Buch nicht immanent betrachten, sondern muss es als Spiegel seiner Zeit sehen, dann fällt einem vielleicht auch auf, dass es sich um Satire handelt. P.S.: Ich bin eigentlich extrem links, doch wenn ich L.L. wäre, hätte ich vermutlich auch etwas gegen Demokratie. Das Longsche System ist immer noch besser als eine "Demokratie" a la Perry Rhodan. [Heiko] |
| Meiner Meinung nach sind oben aufgeführte "politische Kommentare" genauso wie die oft seltsamen und oft inzestuösen sexuellen Verquickungen in den Werken Heinleins allgemein, ein damals zeitgenössischer Versuch zu provozieren, und die Werbetrommel zu rühren. Nicht umsonst waren viele Bücher Heinleins in der Erstauflage fast um die Hälfte gekürzt. Er hat damit gerechnet, das bestimmte Passagen nicht gedruckt würden, was man dann aber nach seinem Tod doch tat. Man darf das Buch nicht immanent betrachten, sondern muss es als Spiegel seiner Zeit sehen, dann fällt einem vielleicht auch auf, dass es sich um Satire handelt. P.S.: Ich bin eigentlich extrem links, doch wenn ich L.L. wäre, hätte ich vermutlich auch etwas gegen Demokratie. Das Longsche System ist immer noch besser als eine "Demokratie" a la Perry Rhodan. [Heiko] |
| das buch zeigt mögliche konsequenzen menschlicher expansion in noch freien raum oder " in noch zu befreienden" Raum auf, von daher finde ich die als reaktionär empundenen passagen als bisweilem erschreckend visionärisch [leckfett] |
Datenbank:0.0008 Webservice:0.1701 Querverweise:0.2745 Infos:0.0014 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0007 Meinungen:0.0024 Rezi:0.0002 Kompett:0.4509 |  |  | | 
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Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß mit unseren Seiten, Euer Redaktionsteam, Mai 2002 | | | Gesamt: | | (Furchtbar) | Anspruch: | | (Klolektüre) | Spannung: | | (Unterhaltsam) | Brutalität: | | (Ekelhaft) | |  | | Sprache: | Deutsch | Zeit: | 4272 | Autor: | Heinlein, Robert A. | Verlag: | Heyne, München | Erschienen: | Jan. 1976 | Kritiker: | sgo | ISBN: | 3-404-24303-x | ISBN(13): | 978-3-4042-430-7 | EAN: | 9783404243037 | Typ: | Taschenbuch | |  | | Robert Anson Heinlein wurde am 7. Juli 7 1907 in Bates County, Missouri, geboren. Er war der dritte Sohn von Rex Ivar Heinlein und Bam Lyle Heinlein. Heinlein hatte zwei ältere Brüder, Rex und Lawrence, einen jüngeren Bruder, Jesse und drei jüngere Schwestern, Louise, Rose und Mary. In jungen Alter zog seine Familie nach Kansas City, Missouri [mehr] |  | |