| |  | Der futurologische Kongreß Rezension von Jim Melzig Der Weltraumfahrer Ijon Tycho ist zum achten futurologischen Kongreß geladen. Da dieser in einer dubiosen Bananenrepublik stattfindet, wird das Treffen prompt von den Wirren eines Bürgerkrieges gestört. Tycho muss sich mit ein paar Freunden in die Kanalisation retten und wird Opfer psychogener Waffen. Lem beschäftigt sich mit einen Gesellschaftssystem, das er als Chemokratie bezeichnet oder auch als Pharmakokratie. Sämliche Bedürfnisse und Gefühle des Menschen werden darin mit Psychopharmaka beeinflusst und gesteuert. Dabei beeindruckt der Autor mit furiosen Wortkreationen, die nicht nur durch außergewöhnlichem Einfallsreichtum, sondern auch noch mit amüsantem Zynismus bestechen. Seine Sprachgestaltungen, teils gar mit absurden Zügen behaftet, sind keineswegs substanzlos. Sie schaffen die plausible Kulisse einer Zukunft einer „Kryptochemokratie“, die ihre Bürger durch psychotrope Pharmaka manipuliert, in Unwissenheit und Unmündigkeit hält, letztendlich mit dem Ziel der „Realyse“, worunter der Autor die Auflösung der Realität versteht: „Wir narkotisieren die Zivilisation, denn sonst ertrüge sie sich selbst nicht.“ „Der futurologische Kongreß“, ein Meisterwerk der phantastischen Dystopien. Datenbank:0.0008 Webservice:0.1946 Querverweise:0.2203 Infos:0.0012 Verlag,Serie:0.0039 Cover:0.0006 Meinungen:0.0022 Rezi:0.0002 Kompett:0.4240 |  |  | | 
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Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß mit unseren Seiten, Euer Redaktionsteam, Mai 2002 | | | Gesamt: | | (Extrem gut) | Anspruch: | | (Anstrengend) | Spannung: | | (Fesselnd) | Brutalität: | | (keine Angabe) | |  | | Sprache: | Deutsch | Autor: | Lem, Stanislaw | Verlag: | Suhrkamp | Erschienen: | Jan. 1979 | Kritiker: | Jim Melzig | Typ: | Taschenbuch | |  | | Stanislaw Lem, geboren am 12. September 1921 in Lwòw, dem galizischen Lemberg, lebt heute in Krakow. Er studierte Medizin und war nach dem Staatsexamen als Assistent für Probleme der angewandten Psychologie tätig. Privat beschäftigte er sich mit Problemen der Kybernetik, der Mathematik und übersetzte wissenschaftliche Publikationen [mehr] |  | |