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Der Unbesiegbare

Lem, Stanislaw

Rezension von Jim Melzig

„Die Unbesiegbare“ landet auf Regis III, um das Schicksal der verschollenen Kameraden des Raumkreuzers „Kondor“ aufzuklären. Das Unterfangen gestaltet sich schwierig. Die Planetenoberfläche ist ungastlich, öde, durchlöchert von großen Höhlensystemen und gigantischen, merkwürdigen Resten untergegangener Städte. Obwohl die Expeditionstrupps der Unbesiegbaren nach langer Suche endlich eine Spur ihrer Kameraden entdecken, können sie deren Schicksal nicht aufklären, zu merkwürdig wirken die Begleitumstände. In der Kondor herrscht Chaos, die Besatzung ist trotz ausreichender Lebensmittelvorräte verhungert und der einzige Überlebende hat den Verstand eines Säuglings. Nun wird auch noch die Unbesiegbare von einem rätselhaften Schwarm von Kleinstrobotern angegriffen und muss sich dieser Übergriffe mit allen ihr zur Verfügung stehenden schrecklichen Waffen erwehren.

Im Jahre 1971 nimmt Lem das vorweg, was in der Science Fiction Literatur rund 30 Jahre später als innovativ gefeiert werden sollte: Schwarmintelligenz gepaart mit Nanotechnologie. Bekanntes Beispiele dafür ist Crichtons „Prey“. Leider „der Unbesiegbare“ nahezu genauso langweilig wie Crichtons Schundroman. Wer Lems kuriose Sprachkreationen und seinen Wortwitz gewohnt ist, wird ebenfalls enttäuscht. Damit ist „der Unbesiegbare“ sicherlich eines der wenigen Werke des Autors auf dessen Lektüre man verzichten kann.


Eure Meinungen:


Ich kann mich der Meinung des Rezensenten überhaupt nicht anschließen. Lem hält den Leser hier nicht nur durch einen großen Spannungsbogen bei der Stange; was ist dem baugleichen Schwesterschiff geschehen? Wieso sollte der Rettungsmannschaft nicht das gleiche passieren? Auch die Einfälle bei der Beschreibung des kollektiven Irrsinns sind mysteriös und erschütternd. Etwa das angebissene Stück Seife im havarierten Schiff. Also insgesamt absolut unverzichtbar!!
[Volker Hummel]

Auch ich kann dem Rezensenten überhaupt nicht zustimmen. Natürlich fehlt dem Buch der sehr eigene Humor der "Sterntagebücher" und im Vergleich zu anderen Büchern des Autors ist es fast schon Hardcore-SciFi mit Antimaterie-Werfern, Schutzschilden, Robotern etc. Trotzdem tauchen die selben Fragen wie z.B. bei Solaris auf - und das in einer deutlich spannenderen Handlung!
[Michael]

ich bin enttäuscht von der Rezension....nicht aber von dem Buch!
[Lukas]

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(Langatmig)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Lem, Stanislaw

Verlag:

Fischer, Frankfurt

Erschienen:

Jan. 1971

Kritiker:

Jim Melzig

Typ:

Taschenbuch

 

Stanislaw Lem

 

Stanislaw Lem, geboren am 12. September 1921 in Lwòw, dem galizischen Lemberg, lebt heute in Krakow. Er studierte Medizin und war nach dem Staatsexamen als Assistent für Probleme der angewandten Psychologie tätig. Privat beschäftigte er sich mit Problemen der Kybernetik, der Mathematik und übersetzte wissenschaftliche Publikationen [mehr]

 

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