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Hiruko the Goblin

Tsukamoto, Shinya

Rezension von sgo

Hiruko the Goblin
Wir befinden uns irgendwo im ländlichen Japan, wo während der Schulferien seltsame Dinge auf dem Schulgelände geschehen. Zunächst verschwindet eine hübsche Schülerin gleichzeitig mit einem der Lehrer. Da Dieser bislang nicht gerade im Ruf eines Don Juans stand, ist der Lehrkörper darüber doch recht verblüfft. Sein Sohn Masao kann ebenfalls nicht glauben, das der vermisste Vater bei einem Mädchen landen konnte, und würde sich gerne mal in der Schule etwas umsehen.
Als das Mädchen wieder auftaucht, scheint sich zunächst doch noch alles auf zu klären. Doch die Schülerin ist seltsam apathisch, als habe sie einen schweren Schock zu verdauen.

Masao spürt, das keineswegs alles in Ordnung ist. Als er versucht, mit Hilfe seiner zwei besten Freunde etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen, erfährt er mehr über seine Familie, als er jemals zu glauben bereit wäre. Der etwas seltsame Wissenschaftler Dr. Heida wird zur letzten Hoffnung für Masao, eine Spirale aus Tod und Verdammnis noch aufzuhalten. Können die beiden die Welt vor einer Armee der Finsternis retten?

Irgendwie klingt das ja alles wie eine Geschichte aus „Buffy“, und dieser Vergleich liegt auch dank der Wahl der Schule als Hort des Grauens auch nahe. Die Low-budget-Produktion bedient sich denn auch recht skrupellos beim Mainstream des Phantastischen Filmes der letzten 50 Jahre. Das seltsame Gespann Dr. Haida und sein Gehilfe Masao erinnert doch recht stark an „Tanz der Vampire“, und der Vergleich mit „Ghostbuster“ kommt einem spätestens bei den selbstgebauten Waffen des Doktors in den Sinn. Dabei stört noch nicht mal, das all diese Spezialwaffen aussehen, als habe sie ein Dreijähriger aus den Fundstücken einer Müllkippe zusammen gefummelt. Dieser Eindruck dürfte nicht allzu sehr von der Wahrheit entfernt sein, denn das kaum vorhandene Budget dürfte wohl fast völlig für die tricktechnische Darstellung einiger Monster draufgegangen sein. Computergraphik kann man dabei übrigens nicht erwarten; bei den Tricks handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes um gute alte Handarbeit aus mechanischen Automaten. Ähnliches hätte man auch in den Fünfziger Jahren schon herstellen können.

Man sieht dem Film die mangelnde Finanzkraft des Produzenten durchaus an. Der Regisseur Shinya Tsukamoto lobt zwar in einem der Extras der DVD seine Produzenten für den großen Etat, welchem man ihm erstmals bewilligt habe, aber der angedeutete Geldsegen ist im vollendeten Film nicht erkennbar. Offenbar ist Tsukamoto schon mit wenig zufrieden, da er aus der „No-Budget“-Ecke zu kommen scheint. Der Enthusiasmus dieses japanischen „Ed-Wood“-Epigonen scheint sich auf einige der Darsteller durchaus übertragen zu haben. Dies ist für einen Film ja nicht unbedingt das Schlechteste.

Die DVD kommt in einem hübsch aufgemachten Schuber daher, was mich bei dem vorliegenden Low-Budget-Film etwas verwundert hat. Offenbar hat der Film durchaus auf dem internationalen Markt seine Liebhaber gefunden. Ob der vom Klappentext proklamierte „Kultstatus“ wirklich erreicht wurde, vermag ich nicht zu sagen. Mir jedenfalls sagte der Film nicht wirklich zu. Aber die Geschmäcker sind ja nun mal verschieden.

Mir blieb übrigens eine völlig unspektakuläre Szene des Filmes am besten im Gedächtnis: die Schülerin fährt mit dem Fahrrad eine hügelige Strasse herunter und genießt den Fahrtwind. Diese Anfangsszene atmet fröhliche Unschuld und lässt erahnen, das der Regisseur durchaus Potential hat.

Als Extras sind auf der DVD neben einem Interview mit dem Regisseur auch Berichte über die Special Effects und das Storyboard zu bewundern. Ich fand das durchaus interessant, da es sich von den üblichen gelackten Extras der Hollywood-Block-Buster deutlich abhob.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Langatmig)

Brutalität:

(Jugendfrei)

Ton:

(Mittel)

Bild:

(Mittel)

Menüs:

(Mittel)

Ausstattung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Japan

Autor:

Tsukamoto, Shinya

Verlag:

I-On New Media

Erschienen:

Jan. 2005

Kritiker:

sgo

Typ:

DVD

 

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