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Süperseks

Wacker, Torsten

Rezension von Kaishin

Mittlerweile dürfte es auch in Hoyerswerder kein Geheimnis mehr sein: Deutschland ist ein multinationales Land. Gegenwärtig lebt bereits die dritte Generation türkisch stämmiger Menschen hier. Das beschert der deutschen Bürgerlichkeit nicht nur Dönerbuden und Moscheen, sondern auch den ein oder anderen Schauspieler.

Durften Türken bisher immer nur die Polizisten in PrimeTime Fernsehserien des Privatfernsehens oder die Zuhälter in öffentlich rechtlichen Fernsehproduktionen verkörpern, zeigt uns der Film Süperseks das Völkchen mal von einer ganz anderen Seite. Wider erwarten spielt der Film nicht in Berlin oder Duisburg, sondern in Hamburg. Macht aber nix, Altona ist auch schön. Das denkt sich auch Elviz, der Protagonist in diesem Film. Er kann nicht so wirklich viel, aber er hält sich über Wasser und spricht im Gegensatz zu seiner Verwandtschaft fließend deutsch. Hin und wieder veranstaltet er in seinem eigenen Club Tanzwettbewerbe. Dummerweise hat sein zwielichtiger Onkel es auf das Grundstück im Familienbesitz abgesehen. Und so kommt eines zum anderen und Elviz sitzt gewaltig in der Zwickmühle. Er braucht dringend Geld. Viel Geld. Ideen müssen her. Irgendwann dämmert es dem Schlaufuchs: Das große Geld liegt nicht im Koks verticken sondern im Telefonsex. Türkischem Telefonsex, denn türkische Männer haben eben auch Bedürfnisse. Pikant wird es dann allerdings wenn die Freundin in spe auch im Callcenter arbeitet...

Der Film lädt zum herzhaften Schmunzeln ein. Die Witze sind nicht zwingend hintergründig aber auch nur selten richtig flach. Es wirkt schon komisch wenn sich der türkische Familienvater beim Telefonsex total unverstanden fühlt. Ansonsten wird nicht an Klischees gespart. In geradezu naiv liebenswürdiger Weise versucht Elviz sein Leben und die Hormone in den Griff zu bekommen. Dummerweise hat seine Freundin Anna ein etwas anderes Verständnis von der Rolle der Frau in einer Partnerschaft. Emanzipation wird bei ihr groß geschrieben. Wunderbar skurril wird hier eine chauvinistische Grundhaltung bloßgestellt. Und das sogar ausgesprochen witzig. Marie Zielcke und Denis Moschitto geben ein wirklich schönes Paar ab. Beide überzeugen durch ihre schauspielerischen Leistungen. Die anderen Darsteller wirken hingegen etwas blass. Auf die Dauer nervt die willkürliche Aneinanderreihung von Klischees aber dann doch ein wenig und der Film verliert zum Ende hin viel von seinem Charme und Tempo. Der Konflikt zwischen Anna und ihrem Vater zum Beispiel wird so oberflächlich abgehandelt, dass man ihn auch ganz hätte weglassen können.

Bild und Ton weisen keine Mängel auf. Der Ton liegt als Dolby Digital 5.1 vor. Bonusmaterial findet sich auf dem Silberling nicht.

Fazit: gelungene Komödie ohne große Höhen oder Tiefen, welche von den Darstellern lebt.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Deutschland

Zeit:

2004

Autor:

Wacker, Torsten

Verlag:

Warner Home Entertainment

Erschienen:

Jan. 2005

Kritiker:

Kaishin

Typ:

DVD

 

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