Online Rezensionen->Elfenwinter  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

Elfenwinter

Hennen, Bernhard

Rezension von Arielen

Bernhard Hennen gehört mit seinen DSA-Romanen zu den bekannteren Autoren der deutschen Fantasy-Szene, obwohl er sich in den letzten Jahren mehr und erfolgreicher historischen Romanen zugewandt hat. Erst mit "Die Elfen" und dem Nachfolgeband "Elfenwinter" ist er wieder in das phantastische Genre zurückgekehrt.

Stand in "Die Elfen" noch die Abenteuerfahrt zweier Elfenmänner im Vordergrund, die um die Liebe einer Maid buhlten und dafür viele Gefahren auf sich nahmen, aber auch die Freundschaft eines Menschen gewannen, so wird diesmal das Reich der unsterblichen Wesen von einem Krieg erschüttert.
Nicht alle Völker der unsterblichen Lande sind mit der Herrschaft der Königin Emerelle weiterhin einverstanden. Diese hat sich in ihren Augen durch verschiedene Entscheidungen als Tyrannin erwiesen, die nur ihresgleichen bevorteilt. So bereiten vor allem die Trolle ihren Sturz vor und warten nur auf eine günstige Gelegenheit um los zu schlagen.
Diese scheint bei dem gemeinsamen gefeierten Fest der Lichter gekommen sein, an dem die ganzen Fürsten zusammen treffen. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen der Magier und ihres Schwertmeisters Ollowain fällt die Königin einem Attentat zum Opfer und wird durch Feuer und Waffen grausam entstellt.
Die aufständischen Elfenfürsten jubeln, müssen aber schon bald feststellen, dass sie durch einen simplen Trick herein gelegt wurden. Die Toten erweisen sich nach einer gründlichen Untersuchung Skangas, der Schamanin als Doppelgänger.
Das macht die Wut der Genarrten auf die spitzohrigen Alben um so größer. Sie ziehen eine blutige Spur durch das Elfenland und ermorden jeden, der ihnen vor die Klinge läuft. Skanga verwandelt zwei verräterische Albenfürsten durch dämonische Magie in Bestien, die der verschwundenen Königin nachjagen sollen, denn so lange diese nicht gefunden ist, ist der Sieg nicht vollkommen.

Tatsächlich hat sich die kleine Schar um Emerelle in das Reich der Menschen zurück gezogen. Dort hoffen sie Schutz und Hilfe von Alfadas dem Menschensohn zu erhalten, der seine Jugend unter den Elben verbracht hat, wohl wissen, dass sie die Sterblichen unter Umständen auch mit in ihren Krieg ziehen.
Eher unwillig nimmt Alfadas die Flüchtigen auf. Er hat unter seinesgleichen inzwischen eine Familie gegründet und liebt seine Frau und seine Kinder. Das Erscheinen der Unsterblichen reißt alte Wunden auf, denn unter ihnen ist auch Sylwina, die sein Herz gebrochen hat, indem sie ihn ohne Nennung von Gründen verließ, obwohl sie ähnlich für ihn empfand.
Doch auch Alfadas muss sich dem Wunsch seines Königs beugen, der die besten seiner Krieger unter sein Kommando stellt. Sie sollen mit den Elfen kämpfen und die Trolle zurückdrängen.
Während die schwer verletzte Emerelle in der Menschenwelt zurück bleibt und nur von wenigen beschützt wird, geht der Rest zurück in die Anderswelt, um den Aufständischen Einhalt zu gebieten, nicht ahnend, dass damit ebenfalls das Verderben und der Krieg über die Menschen herein bricht, morden doch eine unsichtbare Bestie, die den Lebenshauch raubt und Übergriffe der Trolle Erwachsene und Kinder, und lassen die Überlebenden voller Angst zurück.

Wie auch schon "Die Elfen" bedient sich "Elfenwinter" vieler Elemente aus den nordischen Sagen, in denen Lios- und Nöckalfar um die Vorherrschaft in ihrem geheimen Reich stritten. Es ist Bernhard Hennen zu gute zu halten, dass er einfach nicht nur kopiert, sondern aus den Versatzstücken eine eigene Geschichte zusammenstellt, die zwar den Flair der alten Sagas besitzt, aber doch nicht ganz deren Vorgaben folgt.

Ebenso arbeitet er mit Archetypen. Die Menschen sind ganz so, wie man sich heute Wikinger vorstellt, rauh und derb als Krieger, aber dennoch mit einem weichen Kern und dem Herz am rechten Fleck, einfache Handwerker, Fischer und Bauern, die mit dem einfachen Leben glücklich sein können. Frauen, die wenn es darauf ankommt, auch zu Schwertmaiden werden. Durch die familiären Szenen gewinnt man Alfadas und seine Familie lieb und zittert mit ihnen, als es wirklich losgeht. Auch die Elfen entsprechen klassischen Bildern - man lernt einerseits arrogante und in ihren Ritualen und Regeln erstarrte Alben kennen, die über andere Völker ihrer Rasse nur die Nase rümpfen oder die verachten, die ihre Prüfungen nicht schaffen, aber auch menschenfreundliche Elfen, die auf die Ratschläge erfahrener Krieger hören. Insgesamt beschreibt er sehr viel, damit auch jeder allem folgen kann.

Die Handlung fährt zweigleisig in der Elfen- und der Menschenwelt und wird am Ende miteinander verknüpft. Sie besitzt mehrere kleine Höhepunkte, aber keinen wirklich großen, auf den hingearbeitet wird, Hennen weiß aber durch geschickt eingesetzte Cliffhanger den Leser am Ball zu halten, so dass nur selten Längen durch ausufernde Beschreibungen auftreten.

Der Autor versteht sein Handwerk. Zwar merkt man dem Buch an, dass es eine Auftragsarbeit ist, die all das beinhalten soll, was man von Fantasy über Elfen erwartet und natürlich auch schon irgendwie kennt, dennoch ist es ihm gelungen ein kurzweiliges und farbenprächtiges Abenteuer zu schaffen, das auch etwas erfahrenere Leser unterhalten kann.

Datenbank:0.0003 Webservice:0.0948 Querverweise:0.0021 Infos:0.0004 Verlag,Serie:0.0002 Cover:0.0000 Meinungen:0.0004 Rezi:0.0001 Kompett:0.0984

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Klolektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Brutal)

 

Links

 

Shopping:
kauf mich amazon
kauf mich 2nd Hand bei abebooks

Infos Bernhard Hennen:
Biographie von Bernhard Hennen
Die Nacht der Schlange
Die Phileasson-Saga
Das Jahr des Greifen
Im Jahr des Greifen
Drei Nächte in Fasar
Der Wahrträumer
Der Tanz der Rose (F...#1)
Die Ränke des Raben ...#2)
Das Reich der Rache ...#3)
Das Weltennetz
Die Könige der Erste...cht
Die Purpurinseln
Die Elfen
Alica und die Dunkle...gin

Infos Heyne:
über den Hersteller
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

Weblinks:
Heyne, München

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Hennen, Bernhard

Verlag:

Heyne, München

Erschienen:

Jan. 2006

Kritiker:

Arielen

ISBN:

3-453-52137-4

ISBN(13):

978-3-4535-213-7

EAN:

9783453521377

Typ:

Taschenbuch

 

Bernhard Hennen

 

Der vielgereiste, ehemalige Archäologiestudent verdiente sich seine ersten schriftstellerischen Meriten als Redakteur der ZauberZeit, dem Vorgänger der Nautilus. Schon bald folgten Abstecher zum Rundfunk in Köln. Auch das Fantasy-Rollenspiel Das Schwarze Auge, deren Stammredaktion er angehört, wurde zu einem Meilenstein in seinem Leben [mehr]

 

  [mehr]
 

Werbung

  booklooker.de - Der Flohmarkt für Bücher

 
Buch24.de - Bücher versandkostenfrei
 
Libri.de - Und Bücher kommen immer gut an