 | Rheines Gold Schacht, AndreaRezension von Ramandu Umschlagtext Köln, im Jahr 101 nach Christus. Die junge Witwe Rufina führt seit den Tod ihres Mannes die römische Therme der Colonia. Doch die Geschäfte laufen schlecht. Als eines Morgens kein Wasser in die Becken läuft und weiterer finanzieller Schaden droht, sucht Rufina wütend den Baumeister Silvian auf. Doch es gibt einen grausigen Grund, warum das Wasser nicht fließt: Ein menschlicher Leichnam verstopft die Rohrleitung. Rufina kennt den Mann – er steht in engem Zusammenhang mit dem Tod ihres Mannes! Als sie anfängt, Fragen zu stellen, stößt sie auf Schweigen. Und als sie kurz darauf entführt wird und sich erst im letzten Moment befreien kann, befindet sie sich bereits mitten in einem Gewirr aus zwielichten Machenschaften, illegalem Goldhandel und düsteren Intrigen... Bewertung Äußeres: Ein sehr schöner historischer Roman. Bereits der erste Eindruck ist stimmig, der Umschlag ist passend zum Flair des Buches gestaltet – wenngleich das Umschlagbild vielleicht ein klein wenig kitschig anmutet und irgendwie scheit es aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu sein – vom Stil her. Die Papier- und Bindequalität sind dem Preis angemessen und die Schrift ist in Schriftart und –größe gut lesbar gewählt. Also ein Buch mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Inneres: Die Geschichte selber ist stimmig, die Sprache ist gut verständlich und vermittelt die Stimmung der damaligen Zeit – oder eben dem, wie man sie sich vorstellt. Die Autorin macht aus einer einfachen Idee fast schon einen historischen Krimi mit Charme und Ausstrahlung, den man am liebsten in einem Zug durchlesen möchte, da fallen einige kleinere historische Unkorrektheiten nur noch echten Geschichtskennern auf und am Ende bleibt der Eindruck: Ja, so könnte es gewesen sein. So vermittelt der Roman nicht nur ein gutes und größtenteils stimmiges Bild der damaligen Zeit im allgemeinen, sondern auch über das Leben im damaligen Köln, am Rhein und auch über das Leben on Frauen zu jener Zeit. Eine weitere Besonderheit sind die Zitate alter römischer Dichter am Beginn eines jeden, neuen Kapitels, die inhaltlich jeweils auf das Kapitel abgestimmt sind und die Stimmung authentischer mache. Und auch die Spannung stimmt: Der Spannungsbogen wird solide aufgebaut, hält auch bis fast zum Schluss und lässt den Leser kaum los. Eine klasse Leistung. Fazit: Ein nettes Buch mit gutem Preis-Leistungsverhältnis für alle Liebhaber historischer Romane und alle Krimi-Leser mit dem Hang zum Besonderen.
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