 | Backstage Schwarzwälder, MarionRezension von Norma Banzi Melissa März, die Leibwächterin des Popstars Tom Braun kann den Mord an dessen Jugendfreund Fred nicht verhindern. Um den Ruf ihrer Agentur zu retten, macht sie sich mit ihrer Partnerin Freifrau Paula Oshinski auf, den Mörder zu ermitteln. Was in anderen Krimis oft eine Schwachstelle ist, nämlich die Motivation des Detektivs, der aus eigenem Antrieb handelt, glaubwürdig und schlüssig zu vermitteln, bereitet der Autorin von ´Backstage´ keine Schwierigkeiten. Das Buch spielt in Berlin und die Autorin besitzt eine außerordentlich gute Ortskenntnis. Sie schafft es, die unterschiedlichen Stimmungen dieser pulsierenden Stadt einzufangen und wiederzugeben. Jeder Berliner Bezirk ist ein eigener Kiez mit eigenen Regeln und mit Bewohnern ganz eigener Mentalität, was in Backstage immer wieder durchschimmert. Der Krimi hat zwei Handlungsstränge. Zum einen geht es um den Mord im Umfeld eines Popstars, zum anderen wird ein zweiter Handlungsstrang spannungsfördernd gewoben um einen unheimlichen Mann im Hintergrund. Das weibliche Ermittlerteam geht andere Wege, als man es von klassischen Krimis gewohnt ist, was der Spannung aber keinen Abbruch tut, im Gegenteil, das Buch gewinnt dadurch. Allerdings wird manchmal etwas zu dick aufgetragen. So ist beispielsweise die Leibwächterin auch noch ausgebildete Sängerin und sie steht dem Popstar nicht nur schützend zur Seite, sondern hilft ihm auch gleich noch bei gesanglichen Tücken seiner neu geschriebenen Songs. Datenbank:0.0144 Webservice:0.0902 Querverweise:0.1563 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0009 Cover:0.0097 Meinungen:0.0015 Rezi:0.0002 Kompett:0.2748 |  |