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Magic 2010 Booster

Wizards of the Coast

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Magic: The Gathering"

Es hat inzwischen Tradition, dass alle zwei Jahre ein neues Grundset neuen Schwung in das Sammelkartenspiel Magic bringt. Nun steht mit Magic 2010 das Ende des zweijährigen Schemas an und auch in anderer Hinsicht ändert sich einiges. Erstmals seit den ursprünglichen Auflagen des Spiels gibt es völlig neue Karten in einem Grundset – und nicht nur das macht Magic 2010 zu einer völlig neuen Erfahrung.

Der Inhalt der Booster ist noch weitgehend wie gewohnt. Zehn häufige, drei weniger häufige und eine seltene Karte gibt es pro Booster in der Regl, dazu ein Standardland und eine Spielstein- oder Info-Karte. Anstelle einer der häufigen Karten findet sich in manchen Boostern eine Foil-Karte, auch das ist nicht neu. Doch anstelle der seltenen Karte enthalten manche Booster ein sagenhaft seltene Karte – ultraseltene Karten erstmals in einem Magic-Grundset also. Dabei handelt es sich um das bislang kleinste Grundset der Magic-Geschichte, mit nur 249 Karten, davon 234 verschiedene – 121 häufige, 60 weniger häufige, 53 seltene und 15 sagenhafte sowie vier Varianten jedes der fünf Standardländer.

Die Info-Karten habe wohl eine noch nie dagewesene Bedeutung, denn hier gibt es in gedruckter Form Informationen zu den vielen Neuerungen, die Magic 2010 mit sich bringt. Dazu zählt nicht nur die Wiederkehr der Planeswalker aus Lorwyn. Von den Karten erfährt der Gelegenheitsspieler auch Regeländerungen, die zum Beispiel den Umgang mit Kampfschaden oder dem thematisch dazu passenden Schlüsselwort „Lebensverknüpfung“ passen. Wirklich detailliert beschrieben werden die Änderungen zwar nicht, aber die Karten machen klar: Es ist diesmal wirklich wichtig, sich online auf den aktuellsten Stand zu bringen – denn das Spiel hat sich in einigen teils wesentliche Punkten verändert. Ob zum besseren, ist dabei sicherlich Geschmackssache. Fest steht, dass die Regeln nun insgesamt einfach durchschaubar sind - was manche Profis als unnötig trivialisierend empfinden werden, aber definitiv einsteigerfreundlicher ist.

Wie immer in den Grundsets sind diverse Klassiker enthalten, wenngleich nur noch acht Karten all die Jahre seit 1993 als Teil des Grundsets überdauert haben – darunter etwa der allzeit beliebte „Riesenwuchs“, aber auch Karten wie das „Luftelementar“, die von Anfang an kaum gespielt wurden. Auch bei den anderen Wiederauflagen ist die Mischung bunt. Aus der Magic-Frühgeschichte hat neben dem vernichtenden – einst als zu mächtig gestrichenen - „Blitzschlag“ auch der äußerst selten wirklich nützliche „Sprung“ eben diesen ins aktuelle Set geschafft. Auch bei den Neuauflagen jüngeren Originaldatums ist die qualitative Spannweite sehr groß – wer kann sich schon für eine Ausnahmefall-Karte wie „Sturmwind des Lichts“ begeistern, wenn er stattdessen mit „Überrennen“ eine potenzielle Kill-Karte ziehen kann?

Obwohl übrigens auch „Verborgenes Wissen“ als ein begehrter Klassiker zu den acht „ewigen“ Grundset-Karten zählt, ist gerade bei der seltenen Karte fraglich, wie viel Freude über so eine Karte im Booster aufkommt. Immerhin besteht das neuen Grundset etwa zur Hälfte aus neuen Karten und gerade für Veteranen bedeutet das: Die eine Hälfte ist praktisch verzichtbar, die echten Neuheiten will man in seinen Boostern finden - ganz besonders, wenn es um die eine seltene Karte pro Pack geht. Denn hier gibt es doch einige spielstarke Neuheiten zu finden. Dazu zählt beispielsweise der „Drachenschädel-Pass“ ebenso wie jedes der vier anderen, neuen Doppelländer. Falls man noch kein farbgleiches Standardland im Spiel hat, kommen sie zwar getappt ins Spiel – doch im Normalfall werden sie ab der zweiten Runde keine Nachteile haben.

Weitere Highlights unter den neuen seltenen Karten sind beispielsweise „Elfischer Erzdruide“, der alle eigenen Elfen verstärkt, oder das weiße „Schweigen“, das dem Gegner für ein Mana eine Runde lang das Ausspielen von Zaubern verbietet. Weiß bekommt mit „Bannender Engel“ auch jene sagenhafte Karte, die wohl am begehrtesten sein wird – erstens gehen Engel immer gut und zweitens wirkt der gleich teuer auszuspielende und stets beliebte „Serra-Engel“ im Vergleich zu dem neuen Elite-Engel fast schon harmlos. Freilich sind nicht alle neuen seltenen Karten sonderlich, oder fallweise überhaupt, spielbar. Wird wohl je irgendjemand dem „Spiegel des Schicksals“ seine komplette Bibliothek opfern, um sieben aus dem Spiel entfernte – Pardon, in neuer Magic-Diktion ins Exil geschickte – Karten zu seiner neuen Bibliothek zu machen?

Positiv ist jedenfalls, dass mit den neuen Karten auch neue taktische Aspekte und feine Ideen ins Spiel kommen. Das bereits erwähnte „Schweigen“ etwa zwingt jeden, der gegen ein weißes Deck antritt, genau zu überlegen, ob und wann er mit dem Ausspielen von Karten zuwarten kann. Interessant ist auch das schwarze „Mit Blut unterschreiben“. Zwei Mana und zwei Lebenspunkte, um zwei Karten zu ziehen, ist im frühen Spielverlauf gar nicht schlecht. Spät im Spiel wiederum ist es nicht unbedingt Verschwendung, die Karte zu ziehen – denn die zwei Karten samt dem Lebenspunkteverlust kann man auch dem Gegner zukommen lassen.

Das neue Grundset-Format – keiner, mit völlig neuen Karten und in Zukunft jedes Jahr neu – bringt sicher neuen Schwung ins Spiel und macht den Neueinstieg attraktiver, als er es in den letzten 15 Jahren je war. Dennoch scheint auch die Frage berechtigt, ob das Format nicht letztendlich doch vor allem Geldmacherei ist. Immerhin hatten Veteranen bei Magic bisher stets den Vorteil, nicht zwanghaft jedes neue Grundset in Massen kaufen zu müssen. Denn wer schon über Jahre dabei war, besaß stets genügen alte Druckauflagen der jeweiligen Grundset-Karten. Für den neuen „Kaufzwang“ wird sich sicher nicht jeder alte Hase erwärmen können.

Magic 2010 bietet logischer Weise auch deutlich mehr Neues in Sachen Artwork Grundset seit den Originalauflagen des Spiels. Positiv dabei ist, dass die Künstler offenbar deutlich mehr als bei dem letzten Erweiterungs-Set Alara: Die Erneuerung im Sinn gehabt haben, in welchem Format ihre Werke letztendlich gedruckt werden. Schade dagegen ist, dass das Extended-Artwork-Format für Kreaturen ohne spielrelevanten Text, das einst in Blick in die Zukunft in Aussicht gestellt wurde, auch diesmal nicht Realität wird. Warum eigentlich? Derart meist wenig spielrelevante Karten könnten wenigsten etwas fürs Auge sein.

Die Magic 2010 Booster läuten wirklich ein neues Zeitalter für die Urmutter der Sammelkartenspiele ein. Dass das damit einhergeht, dass das Grundset diesmal völlig neue Karten beinhaltet, ist für Veteranen sicherlich ein etwas zweischneidiges Schwert. Für Neueinsteiger dagegen ist das Produkt aber attraktiv wie lange nicht. Die Neuheiten sind teils echt spannend und bei den neu aufgelegten Klassikern findet sich die eine oder wirklich spielstarke Karte, deren Wiederkehr wohl kaum jemand erwartet hätte.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Magic: The Gathering

Autor:

Wizards of the Coast

Verlag:

Wizards of the Coast

Erschienen:

Jul. 2009

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Kartenspiel

 

Magic: The Gathering

 

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