 | Todesträume Rezension von Hyndara Es ist noch nicht lange her, daß mußte Kommissar Maurice LaBréa sich mit einem wahnsinnigen Serienkiller herumschlagen, der schließlich sogar die Tochter des Kriminalbeamten in seine Gewalt bekam. Inzwischen ist es relativ ruhig geworden - denkt er zumindest. Dann aber beginnt eine eigenartige Serie von Anschlägen: Männer, die der Vergewaltigung überführt wurden, finden sich plötzlich des Nachts nackt, gefesselt und geknebelt umringt von vermummten Gestalten wieder, die ihre Genitalien mit Autolack „markieren“. Ein Tatverdächtiger tötet sich in der Untersuchungshaft tatsächlich selbst, weil er die Schande nicht ertragen kann. Und Maurice LaBréa findet sich zwischen den Stühlen wieder. Einerseits kann er durchaus den Haß der Frauen verstehen, andererseits aber hat er es mit Verbrechen zu tun. Und dann geschieht, was er sich vielleicht in seinen schlimmsten Alpträumen ausgemalt hat: Eines Morgens wird ein gerade aus der Haft entlassener Mann tot in seinem Bett gefunden. Todesursache: Kastration, Todesart: Mord! Sind es die Feministinnen, die hinter den Markierungen stecken, die diesen Mann getötet haben? Ist es ein vollkommen anderer Täter? Aber warum gerade dieser Mann? Er war nicht wegen Vergewaltigung verurteilt worden. LaBréa ahnt, daß mehr dahintersteckt ... Alexandra von Grote kehrt zu ihrem smarten pariser Kommissar Maurice LaBréa zurück, nachdem sie ja letztes Jahr einen Abstecher zu einer anderen Figur machte. Fans des Witwers mit dem eigenwilligen Kater Obelix und den tausend Alltagsproblemen mit einer heranwachsenden Tochter werden sich sicherlich freuen. Vor allem auch, da von Grote in diesem neuen Krimi wieder alles bietet, was man in diesem Genre braucht. Ist es tatsächlich ein Verbrechen, wenn Frauen sich symbolisch an ihren Tätern rächen? Für das Gesetz sicherlich. Doch das Gesetz haben, so leid es auch tut, Männer verfaßt. Männer, die die Schmach einer Vergewaltigung nicht erlebt haben und auch nicht mehr erleben werden. Viel zu oft wendet der Aggressionsschub der betroffenen Frauen sich gegen sich selbst - ob das die bessere Lösung ist, wage ich offen anzuzweifeln. Eines dürfte jedenfalls jedem klar sein: Die Vergewaltigung an sich ist, neben Mord, wohl das schlimmste Verbrechen, das gegen einen anderen Menschen eingesetzt werden kann. Viele Betroffene sehnen sich hinterher nach dem Tod, den ihre Täter, oder auch der Staat mit seinen ausführenden Organen aber nicht gönnen wollen. Statt dessen dürfen sich die Betroffenen einer solchen Tat Zeit ihres Lebens mit der Erinnerung herumschlagen - mehr als genug Opfer sind nach einer Vergewaltigung schlichtweg für immer beziehungsunfähig, weil sie niemandem mehr trauen können. Wie ist es dann erst, wenn Vergewaltigung als ein Kriegsmittel eingesetzt wird? Wenn Maßenvergewaltigungen in Lagern stattfinden? Wenn eine erwachsene Frau schon kaum mit dem Druck eines solchen Verbrechens fertig wird, wie geht es dann erst einem heranwachsenden Mädchen? Oder, was leider im Roman nicht angesprochen wurde, dem anderen Geschlecht (ja, auch Männer können vergewaltigt werden)? von Grote nimmt sich dieses Themas hervorragend an, einfühlsam, ohne jedoch heuchlerisch zu wirken auf der einen, ungläubig und erschaudernd auf der anderen Seite. Nur allein LaBréas Reaktionen sind wirklich interessant zu lesen und sehr männertypisch, wie ich leider zugeben muß. Auch wenn man sich als Autor in erster Linie der Unterhaltung verschrieben hat, so zeigt Alexandra von Grote doch wieder einmal, wie schon in den Vorgängern, daß es auch möglich ist, Informationen und Tatsachen weiterzuleiten und das ganze dann auch noch spannend zu verpacken. Ein besonderes Buch aus der Feder einer besonderen Autorin, die sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Erschreckend und faszinierend zugleich. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt, bis man die letzte Seite verschlungen hat. Herstellerinfo: Es ist kein schöner Anblick, der sich Marice LaBréa am Tatort bietet. Das Opfer wurde bei lebendigem Leib grausam verstümmelt, und der Kommissar vermutet zunächst eine Gruppe radikaler Feministinnen hinter der Tat. Doch der wahre Mörder verfolgt kein politisches Ziel, sondern ist gefangen im Alptraum seiner Erinnerungen. Nur die Rache kann ihm Frieden geben ...
Eure Meinungen:
| dcberzeugt mich nicht, das Ganze legitimiert nur den Modul-Ba-Ma-Wahn, an dem es alnderilgs keinerlei positive Resultate zu konstatieren gibt. Das bisherige Bildungssystem war weltweit geachtet und die Studienabschlfcsse hf6chst anerkannt, das Niveau war weltweit ffchrend. Die Absolventen deutscher Universite4ten, nicht FHs, waren zumeist Nachwuchswissenschaftler, die als solche auch global herausragende Positionen in der Wirtschaft erhielten. In wenigen Jahren hat man sich nun zurfcckgezogen auf Entwicklungslandniveau und quasi in die Steinzeit, keiner interessiert sich mehr weltweit ffcr die deutschen Abschlfcsse und Absolventen, sie gehf6ren nunmehr zur untersten Kaste und akademischem Proletariat das unter grf6dfter Konkurrenz und hohem Pragmatismus versuchen muss, einen preke4ren und unintellektuellen Beruf zu sichern. Humboldts Idee hat sich stets bewe4hrt und ist heute gefragter denn je eine dfcmmere Destruktion und Manipulation hingegen als Bologna gab es im deutschen und europe4ischen Bildungssystem nie. [qhmGpVieSuUIknRN] |
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