Online Rezensionen->alle->Sommernachtstod  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

Sommernachtstod

Dahl, Kjell Ola

Rezension von Lina

Bei manchen Krimis fällt es wahrlich schwer die eigene Meinung in Worte zu fassen. Gerade wenn es der Handlung an einem roten Faden fehlt wird es kompliziert. Ich versuche mal die Geschichte dieses Romans wiederzugeben:

Die Geschichte spielt in Oslo. Die junge Katerine macht in einer Institution eine Therapie aufgrund ihres Drogenmissbrauchs. Nach dem frühen Tod der Eltern, Adoption und dem Verlust des geliebten Adoptivvaters steht ihrer steilen Karriere im Drogen und Prostituiertenmilieu nichts mehr im Wege. Irgendwann wendet sie sich aber freiwillig in eine Institution die sie aus diesem Milieu heraus holen soll. Annnabeth As ist diesbezüglich ihre Vertrauensperson. Katrine gilt als „Erfolg“, da sie innerhalb weniger Jahre ihr Abitur nachholt und sogar einen Job in einem Reisebüro ausübt.

Der Ehemann von Annabeth ist Katrine kein Unbekannter. Ihn kennt sie aus Zeiten als er als Freier zu ihr kam. Jahre später klärt sie ihn erst über dieses Wiedererkennen auf.

Ole Eidesen ist der derzeitige Freund von Katrine. Ein oberflächlicher Typ, sehr aufs äußere bedacht und mit fleißigem Blick nach anderen Frauen.

Raymond Skau, eine zwielichtige Gestalt aus Katrines üblen Vergangenheit taucht eines Tages auf ihrer Arbeitstelle auf und fällt sie an. Weder ihre Kollegin noch ihr Freund Ole können herausfinden was er von ihr wollte.

Am selben Abend veranstaltet Annabeth eine Party auf der auch Katrine mit ihrem Freund erscheint. Sie gehen getrennt heim, da Ole ein Auge auf eine andere Dame geworfen hat und Katrine nach einem Zwischenfall übel geworden ist.

Katrine lässt sich von Henning Kramer, einem Mitarbeiter de Institution abholen zu dem sie ein besonderes und auch sexuelles Verhältnis hat.

In dieser Nacht wird Katrine vergewaltigt und ermordet.


Kritik___

Das Problem bei diesem Krimi scheint und ist sicherlich der fehlende Faden. Obwohl ich als Leser der Handlung gut folgen kann hüpft und springt der Autor von einem Punkt zum nächsten. Allerdings zu unwichtigen Punkten, was wiederum ein großer Knackpunkt ist. Das macht die Story an sich nämlich fürchterlich langweilig und langatmig. So reiten die ermittelnden Beamten ( zu denen komme ich später noch) dauernd auf völlig unlogischen Schlussfolgerungen herum. Nie werde ich erfahren warum sie zum Beispiel von Anfang an davon ausgehen das dass Verbrechen vorsätzlich stattfand. Katrine wurde vergewaltigt und stranguliert am Straßenrand gefunden, aber nicht einmal auch nur daran gedacht das es ein ganz stupides Sexualdelikt sein könnte.
Genauso verlaufen die ellen- und vor allem seitenlange Verhöre immer wieder im Sand. Vielmehr sind sie zum größtenteils völlig überflüssig. Wenn es allerdings dann plötzlich doch einmal einen Anhaltspunkt gibt, so wird dies von einem zum anderen Polizisten mal eben nebenher mitgeteilt.
Einen Krimi spannend schreiben sollte gekonnt sein, das ist hier leider überhaupt nicht der Fall.

Der nächste Kritikpunkt ist Kommissar Gunnarstranda, der, wie in vielen skandinavischen Krimis eher ein Antiheld darstellt. Aber auch ein Antiheld sollte die zu verhörenden Personen nicht „anzischen“ oder gar „anfauchen“. Die Darstellung von ihm ist eher unsympathisch, dürftig, knochig und giftig. Aber am schlimmsten ist eigentlich die Tatsache das er zwar ehrgeizig ist, ich ihm aber nicht wirklich zutraue den Fall zu lösen. Vielleicht liegt das an der mangelnden Darstellung der Personen. Mir fehlt das Bild, mir fehlt ein Gesicht zu Herrn Gunnarstranda.

Die Lösung des Rätsels ist sicherlich das Highlight dieses Buches. Allerdings ist es natürlich schade wenn ein Krimi erst auf Seite 300 in Fahrt kommt. Ab da wird es sogar spannend und interessant.

Schwach ist wiederum die Schreibweise. Diese würde ich eher als durchschnittlich und sehr einfach bezeichnen. Ein solides Autorenhandwerk, allerdings weiß man da nie so genau ob dies nicht unter Umständen am Übersetzer liegt.

FAZIT
Sicherlich hat auch dieser Krimi eine ganz eigene Art, möglicherweise würde jemand der gerne diese trockene unemotionale Art mag den Krimi über alle Maßen loben. Mir fällt es aber schwer ihn überhaupt zu empfehlen, daher tue ich es nicht. Ich fand ihn langatmig, unlogisch und unsympathisch. Für mich war es ein Buch bei dem ich mir tatsächlich überlegt habe was der Autor sich dabei eigentlich gedacht hat. Hingeschustert, durchkonstruiert.....

Datenbank:0.0006 Webservice:0.1060 Querverweise:0.0500 Infos:0.0005 Verlag,Serie:0.0002 Cover:0.0000 Meinungen:0.0005 Rezi:0.0001 Kompett:0.1580

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mies)

Anspruch:

(Anstrengend)

Spannung:

(Langweilig)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

Links

 

Shopping:
kauf mich amazon
kauf mich 2nd Hand bei abebooks

Infos Kjell Ola Dahl:
Biographie von Kjell Ola Dahl

Infos Bastei Lübbe:
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Norwegen, Oslo

Zeit:

Gegenwart

Autor:

Dahl, Kjell Ola

Verlag:

Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach

Erschienen:

Okt. 2004

Kritiker:

Lina

ISBN:

3-404-15187-9

ISBN(13):

978-3-4041-518-5

EAN:

9783404151875

Typ:

Taschenbuch

 

Kjell Ola Dahl

 

Kjell Ola Dahl ist 1958 geboren und hat seinen bisherigen Beruf aufgegeben und widmet sich seither dem Schreiben. „Sommernachtstod“ wurde in Norwegen ein großer Erfolg und 2001 mit dem Riverton – Preis belohnt [mehr]

 

  [mehr]
 

Werbung

  booklooker.de - Der Flohmarkt für Bücher

 
Buch24.de - Bücher versandkostenfrei
 
Libri.de - Und Bücher kommen immer gut an