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Kung Fu Hustle

Chow, Stephen

Rezension von Schwertfang

Für Jackie Chan ein Gräuel, für Chow Yun Fat kein Problem: aufwändige Tricktechnik in Easternstreifen: während sich Knautschgesicht Chan hartnäckig mit immer gefährlicheren Stunts Marke Eigenbau gegen die zunehmende CGI-Verschandelung von Hong Kongs Lieblingsfilmgenre sträubt und der gemütlichere Fat ohnehin lieber andere den Akrobat mimen lässt, ist der neue aufgehende Stern am Kung-Fu-Himmel, Stephen Chow, längst nicht so voreingenommen. Sein Debütwerk “Shaolin Soccer” erntete bereits jede Menge positive Kritik, einzig der große Kassenerfolg in Amerika blieb aufgrund des Themas Fußball aus. Mit seinem zweiten Streich, “Gong Fu” - in den nichtkantonesischen Teilen der Welt als Kung Fu Hustle betitelt, macht er sich jedoch daran, die Kinos in Europa und Amerika zu erstürmen - und das mit einem Gag-und-Faustfeuerwerk der noch nie dagewesenen Art.

Dünn die Story: im Schanghai der Vierziger Jahre herrscht die brutale Axt-Gang, angeführt vom zahnfäuligen Bruder Sum (Kwok Kuen Chan) mit eiserner Faust und mischt reihenweise die Konkurrenz auf. An diesem Erfolg möchte der tollpatschige Gelegenheitsgauner Sing (Stephen Chow) nebst dicklichen Sidekick (Chi Chung Lam) gerne teilhaben, also versucht er seine eigenen krummen Dinger in der Schweinsgasse durchzuziehen. Die dortigen Bewohner erweisen sich allerdings als ziemlich resistent gegen jegliche Übernahmeversuche. Sing versagt kläglich dabei, ein wenig Geld zu erpressen und hetzt versehentlich die Axt-Gang auf die armen, ansonsten aber friedlichen Bewohner. Schnell müssen Bruder Sum und seine kopfzahlstarke Truppe feststellen, dass sie hier nichts verloren haben: drei Meister des Kung Fu - ein Schneider, ein Lastschlepper und ein Nudelkoch - halten mit ihren Fähigkeiten allein die Schläger in Schach. Obendrein ist die Vermieterin (Qiu Yuen) ein ziemlicher Drachen. Kurzum: harte Nüsse für die Ganoven.

Bruder Sum gibt sich nicht so einfach geschlagen: ein bizarres Killerpärchen schafft ihm zwar das Meister-Trio vom Hals, wird aber von der schreistarken Vermieterin und ihrem biegsamen Gatten (Wah Yuen) gehörig verdroschen. Auch Sing kommt nicht so recht mit seiner Verbrecherkarriere voran, also nimmt er den Auftrag Sums an, eben den besten Killer der Welt aus dem Gefängnis zu befreien. Mit dem scheinbar harmlos aussehenden Beast (Hsiao Liang) hat sich die Bande jedoch einen unberechenbaren Irren ins Haus geholt. Sing beschließt in einem Anflug von Edelmut dem Vermieterpaar zu helfen und wird dafür beinahe von Beast totgeschlagen. Schwer verletzt kann das Trio dem Häscher entkommen - doch schon steht Beast in der Schweinsgasse und sorgt für Ärger. Was für ein Glück, dass Sing ein schnell heilendes Kung-Fu-Genie ist und sein Chi befreit wurde…

Was sich hier nach seichtem Eastern anhört, ist in Wirklichkeit ein gelungener Mix aus Gags und rasanter Action. Kung Fu Hustle bedient sich klassischer Methoden wie herumfliegenden Kämpfern und jeder Menge Handkantenschläge und verbindet sie mit modernsten Computereffekten: so rasen Sing und die Vermieterin in Road Runner-Manier über die Straßen, und aus Zitherzupfen entstehen bösartige Geister. In den zahlreichen Kämpfen bleibt kein Ziegel auf dem nächsten - und dank der zahlreichen eingestreuten Gags auch kein Auge trocken. “Kung Fu Hustle” spielt mit so vielen Easternklischees und nimmt sich niemals zu ernst. Chow versteht es immer wieder etwas Erheiterndes in den Film zu bringen - allein die Herleitung, wie sich Sing mit drei Messern und Schlangenbissen fast selbst umbringt, und die trockenen Sprüche, die seine Protagonisten drauf haben, machen den Streifen sehenswert. Filme wie Matrix oder Tiger&Dragon kriegen ihr Fett ab, manchmal fühlt man sich auch an Dick und Doof oder Buster Keaton erinnert. In jedem Fall ist “Kung Fu Hustle” ein erfrischend neuer Mix altbekannter Stoffe mit vielen Überraschungen, perfekt choreographierten Kämpfen und der richtigen Dosierung Humor, den nicht nur Eastern-Fans lieben werden.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Schanghai

Zeit:

Vierziger Jahre

Autor:

Chow, Stephen

Verlag:

Columbia TriStar, München

Erschienen:

Jun. 2005

Kritiker:

Schwertfang

Typ:

Kino

 

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