 | Saramee - Schattenspiele X-Zine: Hallo Michael. Vielleicht kannst du uns erst einmal erzählen wie du zu dem Projekt „Saramee“ gekommen bist. Michael: Hallo Markus. Das ist ganz einfach. Nach dem ich meine ersten Kurzgeschichten geschrieben hatte, wollte ich natürlich Rückmeldung bekommen, ob die was taugen und was so alles verbesserungswürdig ist. Da landete ich beim „Wettstreit der Barden“, der vom Fantasyguide ausgerichtet wurde. Da bin ich dann hängen geblieben und habe einfach mal mit Chris Weidler zusammengearbeitet. Ich hatte eine eigene Kolumne, schreibe Rezensionen und führe Interviews mit Gott und der Welt. Irgendwann kam Chris Weidler ins interne Forum und sagte, er hätte da eine „verrückte Idee“. Und schon war Saramee geboren. Witzigerweise hatte ich gleichzeitig Chris gefragt, was er davon hält, ein Magazin herauszubringen. Aus dieser Idee wurde dann SONO. Am 16.12.2002 brachte Chris die Idee für Saramee auf. Aber es hat dann doch knapp über zwei Jahre gedauert, bis der erste Band in die Druckerei ging. Eigentlich war ja anfangs eine Anthologie geplant, ähnlich den Bänden der Diebeswelt. Aber wir hatten dann den Kontakt zum Atlantis Verlag und Guido verlegt Serien, so wurde es das Konzept der Kurzromane. Ich denke, das war eine gute Entscheidung. X-Zine: Du warst ja bereits als Herausgeber und Kurzgeschichtenautor tätig. Kannst du uns darüber ein bisschen mehr erzählen. Michael: Wenn du anfängst zu schreiben, gibt es ja verschieden Phasen, die scheinbar bei vielen gleich sind. Du startest mit einem ellenlangen Werk, das war bei mir ein Fantasyschinken, danach beginnt die Phase der Kurzgeschichten, da man sonst kaum eine Chance hat, das Geschriebene irgendwo unterzubringen. Ich meine, wer will das Siebenhundert-Seiten-Werk eines Neulings lesen? Dann doch lieber die kurze Form. Die meisten Ausschreibungen haben eine Wortbegrenzung auf 1500 bzw. 2500 Wörtern und so werden neu verfasste Geschichten von mal zu mal immer mehr in dieses Schema gepresst.
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