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Unknown User

Gabriadze, Lewan

Rezension von Cronn

Im Jahr 1999 revolutionierte ein Film das Horrorfilm-Genre. Die Rede ist von „Blair Witch Project“. Mit geringsten finanziellen Mitteln haben die Filmemacher Daniel Myrick und Eduardo Sánchez einen maximal möglichen Erfolg erzielt. Durch die Verwendung von Handkameras wurde ein Realitätseffekt erzielt, der noch durch eine Fake-Internetsite gesteigert wurde.
Die Verleihfirma bewirbt den Film „Unknown User“ als „Blair Witch Project für die Generation Web“. Vom Regisseur Lewan Gabriadze inszeniert war der Streifen ein beachtlicher Erfolg im Kino. Nun erfolgt die Auswertung auf DVD und Blu-Ray für den Heimkino-Markt.
Doch wie gelungen ist „Unknown User“ tatsächlich? Das soll die nachfolgende Rezension klären.

Inhalt:
„Ein Jahr ist es her, seit sich High School-Schönheit Laura (Heather Sossaman) auf der Party eines Mitschülers bis auf die Knochen blamierte. Ein Jahr, seit das Video ihres peinlichen Fehltrittes ins Internet gestellt wurde und Lauras Ruf auf einen Schlag ruinierte. Ein Jahr, seit sich Laura auf tragische Weise das Leben genommen hat. Heute Nacht versammeln sich sechs ihrer Mitschüler auf Skype, um über Lauras Tod zu reden. Bis sich eine unbekannte siebte Person mit Lauras Konto einloggt und alle Anwesenden warnt: Wer versucht, den Chat zu verlassen - stirbt. Wer sich weigert, zu reden - stirbt. Wer die Wahrheit über die Ereignisse im vergangenen Jahr verschweigt - stirbt. Ist Lauras Geist zurückgekehrt, um Rache zu nehmen? Oder spielt jemand den sechs Freunden einen grausamen Streich?“
Der offizielle Pressetext gibt den Inhalt des Streifens kongenial wieder, so dass gleich zur Kritik übergegangen werden kann.

Kritik:
Der Regisseur Lewan Gabriadze verfolgt ein interessantes künstlerisches Konzept: Der gesamte Film spielt auf dem Desktop von Blaire. Das ist einerseits ein limitierendes Prinzip, da keine Gimmicks und große Special Effects Wirkung zeigen können. Aber was an Limitationen vorhanden sind, macht der Film durch konsequenten Gebrauch seiner Mittel wett. Geschickt wird hier die Story durch youtube-Videos erzählt, Hintergründe werden per google-Suche erforscht und Spannung durch kluges Verschachteln von Skype-Videos und Chatverläufe augebaut.
Damit erreicht der Regisseur zwei Dinge gleichzeitig: Einerseits fühlt sich tatsächlich die Generation Web direkt angesprochen und andererseits wird Spannung dadurch erzeugt, dass die Zuschauer fehlende Inhalte antizipieren, selbst im Kopf ergänzen.
Was dem Film fehlt, ist Tiefe und handwerkliche Raffinesse. Zwar wird das Thema Internet-Mobbing angesprochen, bleibt jedoch etwas oberflächlich in seiner Gut/Böse-Zeichnung. Die Raffinesse in handwerklicher Hinsicht fehlt dem Cineasten zudem. Es gibt keine professionellen Kameraschwenks, Zooms, Beleuchtungsgags und Montage-Findigkeiten. Damit bleibt „Unknown User“ dennoch ein gelungener Genre-Beitrag, der allerdings dem Cineasten zu wenig bietet.
Andererseits wurde hier konsequent jedes Menü und jeder Programmaufruf, jede Internet-Website auf Realitätsbezug hin getrimmt. Das überzeugt ein junges Publikum und kann somit gut unterhalten. Die schauspielerischen Talente rangieren allerdings im Mittelmaß, was aber aufgrund der Machart kaum auffällt.

Fazit:
„Unknown User“ ist ein Film, der für eine junge Horror-Generation gemacht wurde, die als Internet Natives mit den Möglichkeiten von Facebook, Skype und dergleichen mehr vertraut sind. Sein Echtheitslook und dessen konsequente Durchhaltung trösten über fehlende inhaltliche Tiefe und handwerkliche Raffinesse hinweg. Dennoch bleibt am Ende das Gefühl, dass es ein spannendes Experiment war, das aber keinen Nachfolger braucht.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Mittel)

Bild:

(Mittel)

Menüs:

(Mies)

Ausstattung:

(Mies)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Gabriadze, Lewan

Verlag:

Universal Pictures

Erschienen:

Dez. 2015

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

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