Die Rache Katzenbach, JohnRezension von MM Megan und Duncan Richards, ein erfolgreiches amerikanisches Mittelstandspaar mit wohlgeratenen, hübschen Kindern, werden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Als junge Erwachsene waren die jetzt so etablierten Eltern Angehörige einer semirevolutionären Aktionsgruppe, die sich bei einem Banküberfall Geld beschaffen wollte. Der Überfall lief aber völlig aus dem Ruder, es gab Tote und ein Teil der Gruppe wurde gefasst und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Jetzt ist die fanatische Anführerin der Gruppe, Olivia Barrow, wieder auf freiem Fuß und will Rache nehmen, da sie Megan und Duncan für ihre Haftstrafe verantwortlich macht. Sie entführt den Großvater und den Sohn der Familie. Durchaus konventionelle Zutaten, die John Katzenbach aber einmal mehr auf äußerst packende Weise mixt. Sie werden „Die Rache“ an einem verregneten Wochenende in „einem Rutsch“ durchlesen. Das ist spannende Unterhaltung vom Feinsten. Nur ein Spielverderber wird fragen ob es denn realistisch ist, wenn die gutsituierte Maklerin samt Ihren höheren Töchtern quasi zu einem Sondereinsatzkommando mutiert und die Rettung der Familie in die Hand nimmt. Katzenbach macht das toll und packend von der ersten bis zur letzten Seite. Auch hier zeigt sich wieder seine überragende Fähigkeit Charaktere fein ziseliert herauszuarbeiten und den Leser dazu zu bringen, sich mit seinen Protagonisten zu identifizieren. Das Thema ist ja auch ein uramerikanisches die Bewahrung und Rettung der Familie gegen die von außen zugreifenden bösen Mächte – da werden Kräfte und Fähigkeiten freigesetzt, die nicht immer rational zu erklären sind. Gute, kurzweilige Thrillerunterhaltung für Katzenbach Fans ein Muß, das allerdings nicht an die Qualitäten von z.B „Der Patient“ oder „Die Anstalt“ heranreicht.
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