 | Splitter Fitzek, SebastianRezension von MM Dr. Marc Lucas, gelernter Jurist, arbeitet in Berlin als Sozialarbeiter und leitet eine Anlaufstelle für gefährdete Jugendliche. Drogen, Missbrauch und Gewalt prägen sein Arbeitsumfeld.
Fitzek wirft den Leser sofort in eine aufwühlende Szene, in der Lucas ein Mädchen vor dem Sprung in den sicheren Tod rettet. Fitzek schafft es mit diesem dramatischen Einstieg, dass der Leser sich sofort mit Marc Lucas identifiziert. Der sympathische Lucas legt genau die richtige Mischung aus Einfühlungsvermögen und Pragmatismus an den Tag. Er will helfen und nicht zynisch werden aber dennoch Realist bleiben.
Umso packender ist es für den Leser im Folgenden Zeuge zu werden, wie Lucas buchstäblich seine Identität unter den Füßen weggezogen wird. Ein Auto gabelt ihn auf dem Heimweg auf und man bietet ihm eine Möglichkeit an, das schlimmste Ereignis seines Lebens, den von ihm durch einen Autounfall verschuldeten Tod seiner schwangeren Frau, zu vergessen.
Ein Alptraum nimmt seinen Lauf. Fitzek spielt virtuos mit der Wahrnehmung der Leser und der seines Protagonisten Marc Lucas, die beide nicht mehr zwischen wahr und unwahr, zwischen Realität und überreizter Einbildung unterscheiden können.
Lassen Sie sich darauf ein und Sie werden garantiert ein von Anfang bis Ende packendes Leseerlebnis haben!
Allerdings dürfen Sie nicht die Plausibilität der Handlung hinterfragen, wenn Sie damit anfangen werden Sie sich ärgern, denn der Wahrscheinlichkeitsgehalt der Handlung ist eher gering. Folgen Sie dem Autor in eine packende, atemlos spannende und - naja zugegebenermaßen - teilweise auch aberwitzige Story. In jedem Fall wird der neue Fitzek aber die Leser polarisieren, die eine Hälfte wird begeistert sein und die andere enttäuscht, jeweils abhängig von der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Erwartungen.
Datenbank:0.0008 Webservice:0.1058 Querverweise:0.1160 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0004 Cover:0.0005 Meinungen:0.0021 Rezi:0.0002 Kompett:0.2274 |  |