Karlo und der zweite Koffer Rezension von Martina Aus der Reihe "Karlo Kölner" Wieder einmal läuft einiges schief im Leben von Karlo Kölner, dem sympathischen Raubein aus dem Frankfurter Raum. Dieses Mal möchte er einem Freund helfen, der in Schwierigkeiten zu stecken scheint und schon nimmt das Unglück wieder seinen Lauf. Alles beginnt damit, das es einen Unfall gibt: Mitten in der Nacht landet ein Auto im Garten seiner notdürftigen Unterkunft und Karlo findet einen Koffer mit brisanten Inhalt. Und schon steckt er drin in seinem nächsten Fall und begibt sich erneut auf Spurensuche, um Hauptkommissar Gehring von seiner Unschuld zu überzeugen … Beim zweiten Band der Geschichten von Karlo Kölner trifft man auf viele Bekannte vom ersten Teil. Doch es kommen auch neue Charakteren ins Spiel. Eine tragende Rolle hat beispielsweise eine ortsansässige Clique junger Leute, zu denen auch der Sohn von Karlos Freund Wolfhard Kuhl gehört. Einer der Jungs hat sich auf ein sehr riskantes Vorhaben eingelassen und steht nun vor einem ernsthaften Problem. Wie schon im ersten Teil macht Karlo Kölner mit seiner Mithilfe alles noch schlimmer und treibt die Kriminalpolizei fast in den Wahnsinn. Selbstverständlich ist diese nicht von Karlos Unschuld überzeugt, doch letztendlich kann die Arbeit der Kripo durch seine eigenen Ermittlungen erheblich erleichtert werden. Am Ende klärt sich aber natürlich doch noch alles auf und Karlo ist und bleibt der Held der Geschichte. Der Schreibstil ist auch hier flüssig und leicht zu lesen. Jedoch reicht dieser Roman nicht für gehobenere Ansprüche. Im späteren Verlauf wird die Geschichte etwas verworren und es spielen ein paar Leute zu viel eine Rolle. Manche Charakteren, die anfangs erwähnt wurden, tauchen erst viel später in der Story wieder auf. Dadurch hat man mitunter das Gefühl auf einmal in einer ganz anderen Geschichte zu stecken. Hilfreich wäre da vielleicht eine kleine Einführung, ein Vermerk oder eine passende Kapitelüberschrift wie es bei „Karlo und der letzte Schnitt“ der Fall war. Auch ist der Roman nicht ganz so humorvoll, dafür aber temporeicher. Positiv ist auch, das man nicht zwingend den ersten Fall von Karlo Kölner gelesen haben muss. Zwischendurch gibt es die wichtigsten Informationen und Erklärungen, die den Leser über den Sachverhalt aufklären. Alle, die nicht schon beim ersten Fall dabei waren werden also keinesfalls im Unklaren gelassen und können sich ein genaues Bild von den Geschehnissen und den Charakteren machen. Dadurch lässt sich die Reihe unabhängig voneinander lesen, ohne offene Fragen zu hinterlassen. Zu der Umschlaggestaltung gibt es noch einige Anmerkungen. Die Bilder im ersten, sowie auch im zweiten Buch stammen von Künstler Sergej Kasakow und zeigen treffend die Schauplätze bzw. Themen der jeweiligen Fälle. Im Großen und Ganzen sorgt „Karlo und der zweite Koffer“ für nette Unterhaltung. Das Buch ist für entspannende Abende auf dem Sofa die richtige Lektüre. Leicht zu lesen und unterhaltsam. Karlo Kölner allerdings kommt nicht zum Entspannen, denn bereits im März 2010 erscheint sein dritter Fall mit dem Titel „Karlo und der grüne Drache“ im Verlag Vogelfrei. Datenbank:0.0010 Webservice:0.2515 Querverweise:0.1161 Infos:0.0014 Verlag,Serie:0.0014 Cover:0.0008 Meinungen:0.0022 Rezi:0.0002 Kompett:0.3749 |