Ein Spiel zuviel Rezension von Frankk Sally Jupp ist eine Waise, ledige Mutter, Hausmädchen im Herrenhaus Martingale und liebt das Spiel mit den Gefühlen anderer und die Intrigen. Doch wer hat sie an dem Abend, nachdem ihr den Sohn des Hauses einen Heiratsantrag gemacht hat, umgebracht? Kommissar Dalgliesh kann sich über zuwenig verdächtige nicht beschweren: neben dem Verlobten wären da noch seine Schwester und ihr Freund, sowie seine Freundin und das langjährige Hausmädchen Martha. Und dann wurden noch verschieden andere Gestalten in der Nähe des Hauses gesehen, doch sind sie auch bei Sally gewesen? Das Buch erschien 1962 in England unter dem Titel „Cover her face“. Es liegt mir als Taschenbuch mit ca. 340 Seiten in der deutschen Übersetzung aus dem Jahre 1998 vor. Der Einband ist rot, zu erkennen ist auf der Covervorderseite ein typisch englischer Salon eines Herrenhauses mit einem Zigaretten rauchendem Mann. Der Autorenname ist in einem schwarzen Balken mitten über das Bild gelegt, der Titel steht in der rechten unteren Ecke. Geschrieben wird aus wechselnder Sicht der Familienmitglieder, denen selbst nicht klar ist, wer von ihnen der Mörder ist und die deshalb ihre eigenen Nachforschungen anstellen. P.D. James hat hier einen spannenden Krimi im Nachkriegsengland geschrieben, in dem, neben den Intrigen und Ermittlungen, auch die Sorgen und Nöte der Gutshausbesitzer der damaligen Zeit mit einfließen. Durch viele Kleinigkeiten wie den Dorftratsch u.Ä. gewinnt die Geschichte eine hohe Authentizität und zeigt gleichzeitig den Wandel in der Gesellschaft am Ende der 50er Jahre auf. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch ein typischer Detektivroman im alten Stil ist, der jedoch auch die Gesellschaft und ihre Mitglieder beschreibt und einen hoch spannenden Showdown bereithält. Datenbank:0.0890 Webservice:0.1992 Querverweise:0.1825 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0200 Cover:0.0007 Meinungen:0.0136 Rezi:0.0003 Kompett:0.5070 |