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Knüppeldick

Manchette, Jean-Patrick

Rezension von Claus

Eugène Tarpon, der Ex-Gendarm, der Privatschnüffler wurde, nachdem er versehentlich einen Demonstranten tötete, tritt auch in dem zweiten Roman „Knüppeldick“ von Jean-Patrick Manchette auf.
Es begegnen uns auch wieder der sympathische alte Ex-Journalist Haymann, der menschliche Kriminalbulle Coccioli und die kratzbürstige Stuntfrau Memphis Charles alias Charlotte Schultz.
Dieses Mal übernimmt der Detektiv die Aufgabe, ein blindes Mädchen im Auftrag einer alten Dame zu suchen. Dabei gerät er wieder in eine komplexe Intrige, in der nicht nur bretonische Ex-Nazis, sondern auch eine obskure "Gemeinschaft der Reformierten Skopzen" eine wichtige Rolle spielen, und landet schließlich zum furiosen Showdown in einem Kloster.
Manchettes Roman ist grell, knapp und brutal geschrieben. Insbesondere der Showdown gerät zu einem Höhepunkt der Gewalttätigkeit. Tarpon selbst kriegt das Finale, schwer verletzt und mit Drogen vollgepumpt, gar nicht mehr richtig mit. Doch Manchette nimmt dieser Brutaltität die Spitze, indem er das Finale aus der Retroperspektive erzählt. Zugleich benutzt er Ironie und Persiflage, um die beiden Bösewichte zu konterkarieren. Er gibt sie der Lächerlichkeit preis. Doch angesichts der Bedrohung der Bürgergesellschaft durch den Rechtsextremismus bleibt dem Leser das Lachen im Halse stecken.
Manchette benutzt auch das Stilmittel Ironie, um das konservative Grundprinzip des klassischen Kriminalromans ad absurdum zu führen, das auf die Wiederherstellung von Ordnung durch Aufklärung ausgerichtet ist. Tarpon weiß und erfährt am eigenen Leibe, das die Welt ein Rattennest und als Ganzes nicht zu retten ist.

Datenbank:0.0012 Webservice:0.1107 Querverweise:0.0082 Infos:0.0012 Verlag,Serie:0.0007 Cover:0.0001 Meinungen:0.0015 Rezi:0.0002 Kompett:0.1241

 

Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos Jean-Patrick Manchette:
Biographie von Jean-Patrick Manchette
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Die Affaire N`Gustro
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Distel Literatur, Heilbronn

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Frankreich

Zeit:

1970er

Autor:

Manchette, Jean-Patrick

Verlag:

Distel Literatur, Heilbronn

Erschienen:

Mai. 2001

Kritiker:

Claus

ISBN:

3-923-20844-8

ISBN(13):

978-3-9232-084-9

EAN:

9783923208449

Typ:

Taschenbuch

 

Jean-Patrick Manchette

 

Der Name Jean-Patrick Manchette ist eng mit der Erneuerung des französischen Krimis verknüpft. Er gilt als Begründer des Neo-Polar, der französischen Antwort auf amerikanische hard boiled-Krimis. Seine Krimis zeichnen sich durch knappen Schreibstil, Sozialkritik und bitterbösen Humor aus [mehr]

 

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