 | Der schwarze Turm Rezension von Maggy Aus der Reihe "Adam Dalgliesh" Dalgliesh, der sich gerade von einer schlimmen Verletzung im Krankenhaus erholt, erhält von Pater Baddeley eine Postkarte mit der Bitte ihn zu besuchen. Der Pater war früher Kaplan in der Gemeinde von Dalglieshs Vater. Dalgliesh findet es ungewöhnlich, dass sich der Pater nach so langer Zeit bei ihm meldet. Er beschließt, ihn aufzusuchen, doch er kommt zu spät. Als er auf dem als Pflegeheim umfunktionierten Landsitz Toynton Grange ankommt, erfährt er, dass der Pater vor ein paar Tagen gestorben ist. Alles sieht nach einem natürlichen Tod eines alten Mannes aus und als Todesursache wurde Herzversagen festgestellt. Dalgliesh beschließt dennoch ein paar Tage zu bleiben, denn der Pater hat ihm seine umfangreiche Büchersammlung vererbt, die er nun sortieren möchte. Dabei entdeckt er einen üblen Schmähbrief, den der Pater erhalten hatte. Wollte der Pater deshalb mit ihm reden? Dalgliesh kann nicht anders und schnüffelt auf Toynton Grange herum auf Suche nach einer Antwort. Dabei werden im Laufe der Handlung die einzelnen Figuren vorgestellt, die zunehmend suspekter werden. Scheinbar jeder Bewohner von Toynton Grange hat Geheimnisse, merkwürdige Verhaltensweisen oder gar eine dunkle Vergangenheit. Da sind beispielsweise die Krankenschwester Dot Moxon, die ihren vorherigen Arbeitsplatz verlor, weil sie eine Patientin geschlagen hat oder der Arzt Eric Hewson, der seine Approbation verlor oder der vorbestrafte Philby, der für die „groben“ Arbeiten im Heim zuständig ist. Vordergründig weniger kriminell, aber umso seltsamer wirkt der Heimleiter Wilfried Anstey, der vor Jahren durch ein Wunder seine unheilbare Krankheit überwand und aus dieser Heilung eine eigene religiöse Lehre zog. Auch unter den Patienten entsteht Unruhe. Einige haben ebenfalls Schmähbriefe erhalten und einer von ihnen stürzte gar mit seinem Rollstuhl kürzlich von den Klippen. War es ein Unfall oder Selbstmord? Der schwarze Turm ist ein klassischer Kriminalroman, in dem einige Charaktere auf einem klar abgesteckten Terrain (hier: der Landsitz Toynton Grange) durchleuchtet werden und an dessen Ende der Held (in diesem Fall Dalgliesh) den oder die Täter/in überführt. Das klingt nicht sonderlich aufregend, das Spannende an solchen Romanen ist das Herumschnüffeln in fremde Angelegenheiten. Dies ist auch hier der Fall und P.D. James ist es gelungen, seltsame Figuren zu erfinden, bei denen sich weiteres Herumschnüffeln zu lohnen scheint, auch wenn sich die Lust daran gegen Ende des Buches etwas verliert. Datenbank:0.0010 Webservice:0.2543 Querverweise:0.1884 Infos:0.0016 Verlag,Serie:0.0322 Cover:0.0006 Meinungen:0.0020 Rezi:0.0002 Kompett:0.4806 |  |