| |  | Wer sein Haus auf Sünden baut Rezension von Maggy Aus der Reihe "Adam Dalgliesh" Das renommierte Londoner Verlagshaus befindet sich in einer wirtschaftlich angespannten Situation und der neue Chef Gerard Etienne will mit neuem Verlagsprogramm und Umstrukturierungsmaßnahmen den Verlag retten. Es bleibt nicht aus, dass es bei solchen Maßnahmen nicht nur Gewinner gibt und Etienne sich sehr viele Feinde macht. Erschwerend kommt hinzu, dass er sehr abgebrüht und eiskalt handelt und es ist nur eine Frage der Zeit wann er ins Jenseits befördert wird. Natürlich wird Etinenne dann bald tatsächlich ermordet und die Leiche wird auf makabere Art mit einer Stoffschlange im Mund aufgefunden. Scotland Yard sucht also einen kaltblütiger Mörder, der noch Zeit findet, die Leiche zu schmücken, bzw. sucht nach Gründen für diese eigenartige Inszenierung. Der Ermittler Adam Dagliesh und seine beiden Assistenten gehen dieser Frage nach und sondieren das reichhaltige Angebot an verdächtigen Verlagsangestellten. Doch kaum hat das Ermittlertrio alle Verdächtigen befragt, geschieht ein weiterer Mord. Der Roman ist mit über 600 Seiten sehr lang und ausführlich. James lässt sich viel Zeit im Aufbau der Geschichten und stellt ausführlich die wichtigen Figuren vor, wobei die Erzählperspektive mehrmals wechselt. Am Anfang wird der Verlag und dessen bedeutungsvolles Bauwerk an der Themse aus der Sichtweise der Aushilfssekretärin Mandy beschrieben. Diese Figur und die Leser lernen damit gleichzeitig den Verlag und dessen Atmosphäre kennen, d.h. Mandy erfüllt die Funktion einer neutralen Beobachterin, die dem Leser ihre Eindrücke darstellt. Die Beschreibungen der Atmosphäre im Verlag und die Einführung der Hauptfiguren sind der Autorin sehr gelungen. Langsam wird Spannung aufgebaut, die Situation spitzt sich zu und führt nahezu zwangsläufig zu dem Mord an dem Ekelpaket Gerard Etienne. Doch danach verpufft die Spannung und löst sich fast ins Nichts auf, denn nun beginnen die zähen Ermittlungen mit vielen Wiederholungen bekannter Tatsachen. Bei diesen Ermittlungen bleibt Commander Dalgliesh überraschend im Hintergrund und James lässt sich sehr ausführlich über die privaten Sorgen der beiden Assistenten des Ermittlers aus. Damit hat sie leider meine Geduld überstrapaziert und in dieser Phase des Buches habe ich sogar jegliches Interesse daran verloren, wer diesen unsympathischen Typen ermordet hat. Erst als ein weiterer Mord geschieht, konzentriert sich James wieder auf die eigentliche Handlung des Romans und stimmt selbst furchtbar gelangweilte Leser wie mich wieder versöhnlich. Mein Fazit: 200 Seiten kürzer, Verzicht auf überflüssige Charaktere (Assistenten) und dieser Roman wäre ein empfehlenswerter, stimmungsvoller Krimi geworden.
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Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß mit unseren Seiten, Euer Redaktionsteam, Mai 2002 | | | Gesamt: | | (Mittel) | Anspruch: | | (Entspannend) | Spannung: | | (Unterhaltsam) | Brutalität: | | (Vertretbar) | |  | | Sprache: | Deutsch | Ort: | Großbritannien, England, London | Serie: | Adam Dalgliesh | Autor: | James, P. D. | Verlag: | Knaur, München | Erschienen: | Jan. 1999 | Kritiker: | Maggy | ISBN: | 3-426-61441-3 | ISBN(13): | 978-3-4266-144-9 | EAN: | 9783426614419 | Typ: | Taschenbuch | |  | | White, Phyllis Dorothy (Ehename) Baroness James of Holland Park (seit 1991) [mehr] |  | | Adam Dalgliesh begann 1962 seine Karriere als Inspektor und wurde im Laufe der Zeit zum Commander und Leiter einer Sonderkommission befördert. [mehr] |  | |