 | Darklands MicroproseRezension von Selganor Zuerst eine Vorbemerkung zur DVD: Ich hätte mir diese DVD wohl nie gekauft. Das Cover ist seltsam (ich weiß bis heute noch nicht was es darstellen soll) und hat gar nichts mit dem Film zu tun, es ist nur die deutsche Fassung ohne irgendwelche Untertitel vorhanden und das Bonusmaterial beschränkt sich auf acht Trailer von anderen DVD von Splendid Entertainment. Also alles in allem leider nicht viel mehr als ein Video auf DVD.
Nach dem Vorspann, der den Schauplatz Wales ausführlich zeigt, sieht man ein "heidnisches Ritual". Ich kann mir nicht helfen, aber so unvorbereitet sehen einige Teile des Rituals eher belustigend als bedrohlich aus, aber spätestens die Grossaufnahme, bei der das "Opferschwein" aufgeschnitten wird, lässt einem das Lachen vergehen. Schneller Schnitt zu Frazer Truick der gerade an seinem Geburtstag aufwacht. Der Zeitungsreporter Frazer Truick ist Spezialist für ungewöhnliche Fälle, also jedes Mal wenn irgendwo ein Verbrechen geschieht das nicht nach einem "normalen" Verbrechen aussieht ist dies einer seiner Fälle. Jetzt denkt sich natürlich jeder Rollenspieler dass Truick irgendwelche besonderen Fähigkeiten hat, mit denen er der Polizei behilflich sein kann, aber nichts davon ist der Fall, er ist nur ein Reporter mit einer ungewöhnlichen Spezialisierung. So wird er denn auch, als eine Kirche mit Blut verschmiert wird und ein totes Schwein über dem Altar hängt, hinzugerufen um über diesen Fall zu berichten. Einen Tag nach dem Anschlag wird Truick eine Praktikantin zugewiesen, die auf der Suche nach den Umständen des Todes ihres Bruders in die Stadt gekommen ist. Es schien, als wäre der Bruder Mitglied einer Art Sekte gewesen und Nachforschungen von Truick ergeben, dass es wohl doch kein einfacher Unfall war, aber konkrete Beweise lassen sich keine finden. Was danach folgt ist ein Ansammlung scheinbar unzusammenhängender Ereignisse die sich aber alle im Laufe des Films zu einem großen Gesamtbild zusammenfügen. Ich will nicht zu viele Details verraten, aber von mehrfachem Verrat, Brandanschlägen auf zu neugierige Menschen, über groß angelegte Verschwörungen bis hin zu Menschenopfer mit Kettensägen ist so ziemlich alles dabei, was man aus Horrorfilmen kennt. Es ist zwar alles sehr gut in Szene gesetzt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass da immer noch etwas fehlte. Es könnte daran liegen, dass der Regisseur nur mit einem knappen Drittel des geplanten Budgets auskommen musste, aber trotz dieser Sparmassnahmen ist der Film kein B-Movie sondern ein durchaus spannender, wenn auch manchmal etwas langatmiger, Thriller.. Alles in allem ist der Film aber trotzdem sehenswert, aber viele Stellen machen während dem Film nicht viel Sinn bis man die ganzen Hintergründe kennt, aber selbst dann muss man noch gut darüber nachdenken was es wirklich bedeuten soll. Aber bis man die ganze Geschichte kennt kann es schon passieren, dass man den Film als "unlogisch" oder "an den Haaren herbeigezogen" abschaltet und die Auflösung nicht mitbekommt.
Fazit: Wer eine Abwechslung von den ganzen "künstlichen" Hollywoodfilmen haben will und durchaus bereit ist sich auf einen Film intensiver einzulassen, dem kann dieser Film empfohlen werden. Wer aber eine "Standardberieselung" erwartet der wird diesen Film wahrscheinlich nach höchstens der Hälfte genervt abschalten.
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