 | Thorwal Standard #13 Rezension von Firunew Aus der Reihe "Thorwal Standard"Der Thorwal Standard 13 liegt vor mir, ein sehr, sehr leichtbekleideter Mann in einem Seidenmäntelchen, einen Grashalm kauend, auf dem Titelbild. Daneben ein schwarzes Schild: 13 namenlose Extra-Seiten. Das fängt ja gut an. Nach diesem kleinen Schock, dass sich ein Thorwaler Jüngling in einem eher liebfeldisch anmutenden Kleidungsstück und der Namenlose auf dem Thorwal Standard vereinigen, erinnere ich mich des Schmunzelhumors der Postille und blättere weiter.
Der Thorwal Standard ist mit über 80 Seiten diesmal sehr dick ausgefallen, nicht zuletzt dank der gut gefüllten namenlosen Extra-Seiten. Dies kam wohl am meisten dem aventurischen Thorwal-Teil zugute, welcher nun einige Artikel mehr umfasst als zuvor.
Nach den üblichen News vom Thorwal-Briefspiel beginnt der in-time-Teil des Standards, alles dreht sich um den Brand in Thorwal, die Verwicklung der ‚Horasier’ in selbigen. Nach den Acht Seiten, die nur die Stadt Thorwal betreffen, geht es weiter, nun werden wie immer atmosphärische Berichte zu dem Kampf an den Olportsteinen und dem um Kendrar gebracht.
Ein Bericht namens „Unter Barbaren“, erzählt von einem Kaufmannssohn aus dem Horasreich, bietet einmal die amüsante ‚’andere Seite’ über Thorwaler im Standard.
Sehr schön ist meiner Meinung nach ein Zeitstrahl auf den Seiten 28-30, die Karte der horasischen Flottenbewegungen, eine Karte der Verwüstungen des Brandes in Thorwal und zuletzt eine der Olportsteine. All dieses Material ist gut ausgearbeitet, informativ und ideal für Meister mitten in einer Thorwalkampagne geeignet.
Dann folgt das erste Abenteuer, es handelt von „der ersten Eroberung Kendrars durch die Nostrianer und der vorläufigen Rückeroberung der Thorwaler“, und ist mehr eine Beschreibung zum Entwerfen eines eigenen Abenteuers als ein fertiges. Ich fand das Abenteuer leicht flach und typisch von der Handlung her, man sollte wohl noch abändern / verbessern.
Der nächste Teil, die Folge 2 der Amanthallas Kampagne, ist dagegen wieder gewohnt sehr gut. Die Helden, die beim ersten Teil (scheinbar) versagten, forschen nun weiter nach und bekommen es mit dem seltsamen Turm von Isalen zu tun... doch mehr sei nicht verraten.
Danach kommt – gewohnt ungewohnt – der Wahre Bote. Diesmal scheint er fast überspitzt, denn nach bester Boulevardmanier zeigt er das Gesicht des Namenlosen ! Vielleicht sind hier den Autoren die Ideen ausgegangen – von der aventurischen Zeit zum Erscheinungsdatum her passt es aber.
Nach einigen kleinen Artikeln (z.B. Al’Anfanta – das zeitgemäße Erfrischungsgetränk) folgt dann wieder der Rommilyser Landrufer.
Danach das Abenteuer Das Kind Der Sonne, schön gemacht und sicher spielbar.
Abgerundet wird der Thorwal Standard wieder durch das aventurische Liedgut.
Insgesamt wieder ein Thorwal Standard, keine Zeitschrift kann in jeder Ausgabe gleich gut sein, der TS schwankt auch manchmal, diesmal sind jedoch keine Negativtendenzen deutlich zu spüren, und es gibt das übliche „gut“ für die beste Zeitschrift nach dem aventurischen Boten.
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